Aesch
Bauprojekt-Rückschlag: Weniger Wohnungen als erhofft

Das Bauprojekt an der Eichstrasse hat zwar einen Rückschlag erlitten. Trotzdem will die Bauherrin Tennishalle Feld AG am Bau der beiden Mehrfamilienhäuser festhalten.

Alex Rudolf
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Vier Einwendungen gingen gegen den privaten Gestaltungsplan der Tennishalle Feld AG ein.

Vier Einwendungen gingen gegen den privaten Gestaltungsplan der Tennishalle Feld AG ein.

Carla Stampfli

Wegen Einwendungen aus der Bevölkerung wird mit einem Stockwerk weniger geplant. Noch immer soll eine der beiden Tennishallen abgebrochen werden.

In den aktuellen Gemeindemitteilungen informiert der Aescher Gemeinderat darüber, dass Einwendungen zum privaten Gestaltungsplan eingegangen sind. Im Gespräch zwischen der Exekutive und der Grundeigentümerin habe man die Einwendungen bereits besprochen. Dabei habe sich gezeigt, dass die Tennishalle Feld AG auf die im Gestaltungsplan enthaltenen Abweichungen von der Bau- und Zonenordnung (BZO) verzichtet. Konkret heisst dies, dass weniger hoch gebaut wird und die zulässige Baumassenziffer — also wie viel Kubikmeter pro Quadratmeter Bauland gebaut werden dürfen — eingehalten wird. Der Gemeinderat hat beschlossen, den privaten Gestaltungsplan in eigener Kompetenz weiter zu behandeln, ihn also nicht der nächsten Gemeindeversammlung zu unterbreiten.

Noch im Juli dieses Jahres zeigten sich alle Beteiligten optimistisch in Bezug auf die Realisierung des Projekts. Gemeindepräsident Hans Jahn rechnete nicht mit vielen Reaktionen aus der Bevölkerung auf das Projekt im Aescher Industriegebiet. Es seien am Ende vier Personen gewesen mit jeweils mehreren Anliegen. Die Überschreitungen der Gebäudehöhe und der Baumassenziffer wurde bei allen beanstandet, so Trutmann.

Abgesehen davon, dass nun bei beiden Wohnhäusern ein Vollgeschoss weniger errichtet wird — dies führt zu einem Total von 16 anstatt 22 Wohnungen — will die Bauherrin an ihrem Projekt grundsätzlich nichts ändern. So sieht sie weiterhin vor, eine der beiden Hallen abzubrechen und das bestehende Mehrfamilienhaus mit sechs Wohnungen aus dem Jahr 1980 zu sanieren. Ebenfalls totalsaniert werden soll die Tennishalle Ost. Dies ist die Vorgabe der BZO für die Gewerbezone — nur wenn neuwertige Gewerbebauten erstellt werden, kann im Rahmen eines Gestaltungsplans ein Wohnanteil von 50 Prozent realisiert werden.

Der Gemeinderat wird nun einen Bericht erstellen, der die Einwendungen betrifft, die im revidierten privaten Gestaltungsplan nicht berücksichtigt worden sind. Um welche Einwendungen es dabei geht, kann Gemeindeschreiberin Claudia Trutmann noch nicht verraten und verweist darauf, dass es sich um ein laufendes Verfahren handelt. «Seit Juli dieses Jahres gilt kantonal ein neues Verfahren, das vorsieht, dass die Zustimmung der Gemeinde und die Genehmigung des Gestaltungsplans durch den Kanton zeitgleich veröffentlicht werden», so Trutmann. Im Anschluss haben die Aescher dreissig Tage Zeit, gegen die beiden Beschlüsse Rekurs zu erheben.

Zuversicht macht sich erneut breit

Bauherr und Gemeinderat sehen das Projekt als Gewinn für Aesch. Die beiden Wohnhäuser sollten nebst günstigen Wohnungen auch den Erhalt einer der beiden Tennishallen sichern. Das Café im Gebäude der Halle bleibe ebenfalls, weil dies einer der letzten öffentlichen Treffpunkte im Dorf sei, so ein Sprecher der Tennishalle Feld AG. Der Gemeinderat befand den Gestaltungsplan im Vorfeld als korrekt, und die Aescher ebneten mit der Revision der BZO im Jahr 2008 den Weg für eine Mischnutzung von Gewerbe- und Wohnnutzung.

Die Verantwortlichen der Tennishalle Feld AG zeigen sich zuversichtlich, was das weitere Vorgehen angeht. Geht alles nach Plan, könnte bereits in einem Jahr mit den Bauarbeiten begonnen werden.