Es sei ein sehr gelungenes Projekt, sagt der Oetwiler Hochbauvorstand Walter Bühler (SVP): «Es passt perfekt an den Ort und bildet ein gutes Eingangstor zur Gemeinde.»

Damit sich auch künftige Bauprojekte gut ins Dorfbild einpassen, kündigte der Gemeinderat jüngst eine Gesamtrevision der kommunalen Nutzungsplanung an. Diese beinhaltet die Instrumente des Zonenplans, der Bau- und Zonenordnung (BZO) sowie des kommunalen Verkehrsplans.

Noch stehe man ganz am Anfang dieses Prozesses, sagt Walter Bühler. Er hat das Präsidium der neu gebildeten Arbeitsgruppe inne, die sich mit diesem Thema beschäftigt. «Wir wollen einen Blick zurückwerfen, aber auch die Bedürfnisse der Zukunft anschauen», sagt er.

Die bisherige BZO, an deren Erarbeitung Bühler damals beteiligt war, stammt aus dem Jahr 1996. Seither wurde sie in den Jahren 2010 (Streichung eines Aussichtspunktes) und 2012 (Verbot des Sexgewerbes in einer Wohnzone) angepasst.

Die aktuelle Revision der Bau- und Zonenordnung gründet teilweise darauf, dass der kantonale Richtplan im Jahr 2014 abgenommen wurde und auch der regionale Richtplan nun feststehe, sagt Gemeindepräsident Paul Studer (FDP).

Einschneidende Veränderungen werde es nicht geben, sagt Bühler. So wolle man an der bisherigen Stossrichtung mit dem gut erhaltenen Ortskern wie auch dem «übersichtlich, ländlichen Siedlungsgebiet» festhalten. Das Dorfbild wolle man nicht kaputt machen.

Verdichtung ist das Ziel

Trotzdem gelten auch für Oetwil die Credos des kantonalen Richtplans mit «verdichteter Bauweise» und «haushälterischem Umgang mit dem Boden». Wie man dies jedoch umsetzen wolle, zeige sich erst bei der Arbeit im Rahmen der Kommission, sagt Bühler. Fest stehe, dass Oetwil kein grosses Wachstum anstrebe, wie es derzeit in Schlieren oder Dietikon zu beobachten sei.

Bauland hat es in Oetwil noch. Zwar wurde der Gemeinde im Rahmen der kantonalen Richtplanrevision ein gut drei Hektaren grosses Stück Land westlich der Mutschellenstrasse von einer Reserve- in eine Landwirtschaftszone umgewandelt.

Doch verfügt Oetwil auf der anderen Seite der Mutschellenstrasse noch über ein ebenso grosses Stück Land in Form einer Reservezone. «Ziel ist es jedoch nicht, dieses Gebiet einzuzonen und sofort zu bebauen», so Studer. Viel eher müsse abgeklärt, werden, wann der Zeitpunkt für eine Einzonung überhaupt sinnvoll sei.

Zwischenbilanz folgt im Mai

In Gesprächen mit Vertretern des Zürcher Verkehrsverbunds (ZVV) soll darüber hinaus eruiert werden, wie die Gemeinde besser an die Limmattalbahn oder gar an den dereinstigen Bahnhof Silbern angebunden werden könne. Planerische Elemente, die weit in die Zukunft reichen.

Eine erste Zwischenbilanz wolle man aber bereits an der Gemeindeversammlung vom kommenden Mai präsentieren, um so erste Stimmen aus der Bevölkerung abzuholen. Danach sollen die weiteren Hürden wie die Vorprüfung durch den Kanton oder die öffentliche Auflage genommen werden. Ziel ist es laut Bühler, dass die Bevölkerung im Jahr 2017 über die neue BZO befinden kann.