Urdorf
Basteln, feiern und «Teilete» in Urdorf

Bereits zum achten Mal stimmten die Verantwortlichen der Reformierten Kirchgemeinde Urdorf am Karsamstag kreativ, spielerisch, singend und besinnlich auf das Osterfest ein.

Christian Murer (Text und Foto)
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Eindrücke des Osterbastelns in Urdorf
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Musik auch draussen am Osterfeuer
Volle Konzentration beim Verzieren der Joghurtbecher
und beim Verzieren der Styroporeier
Neue Osterkerze wird entflammt
Gitaristin Susanne Brütsch und Flötistinnen Beatrice Hampl und Monika Schneiter begleiten die Singenden

Eindrücke des Osterbastelns in Urdorf

Christian Murer

Beim Workshop «Singen» erklangen Lieder von Andrew Bond wie «Überall isch Gott» und «Ich zeige mini Freud». Dazu sagte Pfarrerin Anne-Kathrin Brütsch: «Diese Lieder und auch die traditionellen Osterlieder singe ich jeweils mit den Kindern und ihren Eltern im monatlichen Eltern-Kind-Singen mit Instrumenten und Tüchern.» Organist Andreas Messerli, Gitarristin Susanne Brütsch, die beiden Flötistinnen Beatrice Hampl und Monika Schneiter begleiteten die Singenden.

Im Unterrichtszimmer «Tubenmoos» bastelten Maurine und Joshua aus Joghurtbechern und Karton ein Huhn. Larissa und Emanuel verzierten mit kleinen Nadeln und bunten «Chrälleli» ein Ei aus Styropor. Sebastian, Melina und Jan, der übrigens schon einige Male an diesem vorösterlichen Nachmittag mit den Eltern dabei ist, gestalteten ein solch buntes Styropor-Ei.

Schon die achte Veranstaltung

Bereits zum achten Mal stimmten die Verantwortlichen der Reformierten Kirchgemeinde Urdorf am Karsamstag kreativ, spielerisch, singend und besinnlich auf das Osterfest ein. Zahlreiche Ateliers animieren zum schöpferisch Tätigsein. In der Kaffeestube geniessen die älteren Teilnehmerinnen und Teilnehmer das leckere Kuchenbüfett. In der Kirche sass die altersübergreifende Ostergemeinschaft und sang erneut Lieder wie «Der Herr ist auferstanden».

Warum und wann wir Ostern feiern

An der Wand erschienen die Antworten zum Oster-Quiz. Dabei ging es um Fragen, warum und wann wir Ostern feiern, woher der Brauch des Osterlamms kommt – und woher der Begriff «Ostern» stammt. Anschliessend las Pfarrer Jürg Steiner die Ostergeschichte. In einem Rollenspiel spielten Kinder und Erwachsene daraufhin das Ostergeschehen eindrücklich und erlebnisreich nach. Dann zogen die Feiernden vor der Kirche zum Feuer, das Sigrist Werner Müller vorbereitet hatte. Die Flammen entfachen die Osterkerze.

Alle hielten kleine weisse Kerzen in der Hand und zündeten diese an der grossen an. «Seit der Auferstehung von Jesus ist das Leben stärker als der Tod – Licht folgt auf jede Dunkelheit», ist Anne-Kathrin Brütsch überzeugt. Deshalb werde am Ostersamstag nicht nur die neue Osterkerze, die bei jedem Gottesdienst brenne, am Osterfeuer angezündet.

Für die Urdorfer Seelsorgerin ist klar, dass «wir durch die Auferstehung von Jesus Christus durch das Osterlicht miteinander verbunden sind». Dieses schenke Kraft zum Durchhalten und immer wieder zum Aufstehen – auch in Krankheit und Notsituationen.

Stärkende Gemeinschaft

Nach der «Teilete» sagte Peter Moser aus Urdorf: «Mich hat vor allem das Rollenspiel der Ostergeschichte beeindruckt.» Und Pfarrerin Brütsch meinte: «Der Sinn dieses Osteranlasses ist es, dass sich alle Generationen treffen und sich gemeinsam auf Ostern vorbereiten.»

An diese generationenübergreifende Feierstunde kämen ebenso Menschen, welche gerade in einer schmerzvollen Zeit steckten. So habe eine Frau zur Pfarrerin gesagt: «Weisst du, die Gemeinschaft, die ich hier erlebe, stärkt mich, das Schwierige anzugehen und aufzustehen, um neu anzufangen. Hier erlebe ich wirklich, was Ostern bedeutet, nämlich neues Leben auch noch in meinem Alter.»