Schlieren
Bärtschiger will das Präsidium, Leuchtmann will SP-Stadtratssitz verteidigen

Die Schlieremer SP will den Sitz in der Exekutive von Toni-Brühlmann-Jecklin mit Pascal Leuchtmann verteidigen. Bauvorstand Markus Bärtschiger ist nach Manuela Stiefel (FDP) der zweite Bewerber für das Stadtpräsidium.

Alex Rudolf
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Markus Bärtschiger.

Markus Bärtschiger.

Er tut es. Der Schlieremer Bauvorstand Markus Bärtschiger kandidiert an den Gesamterneuerungswahlen vom kommenden Jahr für das Stadtpräsidium. Damit will er seinen Parteikollegen Toni Brühlmann-Jecklin beerben, der nach zwei Legislaturperioden nicht mehr zur Wahl antritt.

In ihrer Mitgliederversammlung von Donnerstagabend nominierte die SP Schlieren einstimmig Bärtschiger für die Wahl ins Stadtpräsidium und den Parlamentarier Pascal Leuchtmann als Kandidaten für den frei werdenden Sitz im Stadtrat. «Beide Politiker setzen sich mit Herzblut für Schlieren ein», heisst es in der Mitteilung.

Der Ökonom Bärtschiger wird darin aufgrund seiner achtjährigen Tätigkeit im Stadtrat und davor rund 20 Jahre andauernden Präsenz im Gemeinderat als «Urgestein der Schlieremer» Politik bezeichnet. Die Voraussetzungen für einen künftigen Stadtpräsidenten erfülle er auch, weil er durch sein langjähriges Engagement in verschiedenen Gremien in Stadt und Bezirk breit und prominent vernetzt sei. «Eine der Hauptaufgaben eines Stadtpräsidenten ist das Vermitteln. Nach innen und nach aussen», sagt Bärtschiger auf Anfrage. So solle das sich rasant entwickelnde Schlieren eine Stadt für alle Menschen bleiben.

Für den Präsidenten der SP Schlieren, Walter Jucker, steht fest: «Das Stadtpräsidium ist in sozialdemokratischen Händen sehr gut aufgehoben.» Mit Bärtschiger, der Schlieren bestens kenne, habe man den perfekten Kandidaten gefunden.

Pascal Leuchtmann, der den zweiten SP-Sitz im Stadtrat verteidigen soll, habe seine Vielseitigkeit als Parlamentspräsident, Fraktionschef und als Präsident der Geschäftsprüfungskommission bewiesen, heisst es in der Mitteilung. Der promovierte Elektroingenieur und ETH-Dozent sitzt seit siebeneinhalb Jahren im Gemeinderat. Für ihn steht im Fokus, dass die SP weiterhin angemessen im Schlieremer Stadtrat vertreten ist. «Immerhin sind wir eine der grösseren Parteien», sagt er auf Anfrage. Eine klare Präferenz, welches Ressort bei einer allfälligen Wahl am besten zu ihm passen würde, hat er nicht. «Alle Ressorts haben ihre Vor- und Nachteile.»

SP tritt gegen FDP an

Nun steht die Ausgangslage für den Kampf ums Schlieremer Stadtpräsidium fest. Neben Bauvorstand Bärtschiger kandidiert auch seine Stadtratskollegin und Finanzvorsteherin Manuela Stiefel (FDP) für das Amt. Bis auf Brühlmann-Jecklin kandidieren alle bisherigen Stadträte für eine weitere Legislaturperiode. Dies sind Schulvorsteherin Bea Krebs (FDP), Sicherheitsvorstand Pierre Dalcher, Sozialvorstand Christian Meier (beide SVP) und Werkvorstand Stefano Kunz (CVP). Ebenfalls für einen Sitz im Stadtrat kandidiert GLP-Gemeinderat Andreas Kriesi.

Mit Ausnahme der FDP stellen sämtliche bürgerlichen Parteien Schlierens (SVP, CVP und EVP) keine eigenen Kandidaten auf und sichern Stiefel ihre Unterstützung zu. Wie schätzt Bärtschiger die Wahrscheinlichkeit ein, dass er am 4. März 2018 zum neuen Stadtpräsidenten gewählt wird? «Würde ich mir keine Chancen ausrechnen, würde ich auch nicht für das Präsidium kandidieren», sagt er auf Anfrage.

Ein Blick in die Geschichtsbücher zeigt, dass Stiefel wohl die besseren Karten hat. So wurde in den 1990er- und Nullerjahren stets der Finanzvorstand zum späteren Stadtpräsidenten gewählt, egal welcher Partei er oder sie angehörte.

Noch bis zum 13. Dezember können Wahlvorschläge für den Stadtrat und das Stadtpräsidium eingereicht werden, wie der stellvertretende Stadtschreiber Arno Graf auf Anfrage sagt. Nach Publikation der Vorschläge können diese innert sieben Tagen geändert, zurückgezogen oder um neue Wahlvorschläge erweitert werden.