Spital Limmattal
Bärtschiger löst Walter als Präsident des «Limmi» ab

Nach heftigen Diskussionen hat das Spital Limmattal mit Markus Bärtschiger einen neun VR-Präsidenten. Auch den Ausschreibungskredit von 2,5 Millionen Franken hiessen die Delegierten trotz Rückweisungsantrag am Mitwochabend gut.

Jürg Krebs
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Markus Bärtschiger ist neuer VR-Präsident des Limmi

Markus Bärtschiger ist neuer VR-Präsident des Limmi

Jürg Krebs

Die Wahl von vier neuen Verwaltungsräten und einem Nachfolger von Maximilian Walter als Präsident des Spitals Limmattal wurde gestern Abend zur heiklen Angelegenheit. Oberengstringen, Oetwil und Weiningen wollten Schlierens Markus Bärtschiger als Präsidenten verhindern. Ihr Antrag auf Vertagung des Entscheids auf Oktober wurde von den Delegierten abgelehnt. Jürg Bruppacher (Oberengstringen), Marcel Rauschenbach (Buchs), Markus Müller (Birmensdorf) und Daniel Löhr (Urdorf) wurden in den Verwaltungsrat gewählt.

Bereits im Verwaltungsrat sind Markus Bärtschiger (Schlieren), Veronika Neubauer (Geroldswil) und Rolf Schaeren (Dietikon). Löhr wurde anstelle von Lorenzo Marazzotta gewählt, der seine Kandidatur zurückgezogen hatte. Er war in Ungnade gefallen, weil er 2010 als Anwalt das umstrittene und schliesslich gestoppte Projekt Managementauslagerung mitbetreut hatte. Bärtschiger wurde schliesslich doch zum Präsidenten gewählt. Vizepräsident wurde Rolf Schaeren (Dietikon).

Das Spital Limmattal entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen und soll neu gebaut werden. Dafür wurde gestern Abend ein Kredit über 2,5 Millionen Franken für eine funktionale Ausschreibung bewilligt.

Bauprojekt auf der Kippe

Die Stadt Schlieren wollte den Entscheid vertagen. Stellte deshalb einen Rückweisungsantrag. Unter anderem sei der Verwaltungsrat noch nicht neu zusammengesetzt, deshalb sei der Entscheid verfrüht. Der Verwaltungsrat sah den Zeitpunkt für den Entscheid hingegen gekommen. Jeder Aufschub koste viel Geld. Die Kantonale Gebäudeversicherung sei nicht mehr bereit, gewisse Infrastruktursanierungen weiter hinausschieben zu lassen und wolle diese verfügen, wenn das Neubauprojekt nicht vorankomme. Insgesamt stehen Kosten von 60 Millionen Franken für die Sanierung der Spitalinfrastruktur an.

Der Rückweisungsantrag löste namentlich bei Oberengstringen, Urdorf, Regensdorf, Weiningen und Boppelsen Unmut auf. Die Gemeinden drängten auf ein klares Zeichen zum Neubau und eine Abstimmung. Diese führte zum positiven Schluss.