Urdorf
Barock und Klassik in der Eingangshalle der Kantonsschule

Die Kantonsschule Limmattal bot am traditionellen Neujahrskonzert einmal mehr einen Konzertabend auf hohem Niveau.

Christian Murer
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Das Querflötenensemble spielte die Ouvertüre «Die Zauberflöte» von Wolfgang Amadeus Mozart
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Saxophonist Hektor Schnorf
Traditionelles Neujahrskonzert der Kantonsschule Limmattal
Trompeter Anthony Buchard aus Schlieren
Der Frauenchor der Kunstklassen – geleitet von Patrik Elsaid
Saxophonistin Michelle Dind
Saxophonistin Michelle Dind
Saxophonist Hektor Schnorf
Anthony Buchard aus Schlieren
Hektor Schnorf und Jonas Heller
Der Frauenchor der Kunstklassen – geleitet von Patrik Elsaid
Der Frauenchor der Kunstklassen – geleitet von Patrik Elsaid
Der Frauenchor der Kunstklassen – geleitet von Patrik Elsaid
Der Frauenchor der Kunstklassen – geleitet von Patrik Elsaid
Der Ikebana-Gestecke vom bildnerischen Gestalter Markus Spirig

Das Querflötenensemble spielte die Ouvertüre «Die Zauberflöte» von Wolfgang Amadeus Mozart

Christian Murer

Für einmal wartete die Eingangshalle der Kantonsschule Limmattal mit einem prächtigen Blumenschmuck auf. Dazu meinte der bildnerische Gestalter Markus Spririg: «Mit meinen Ikebana-Arrangements möchte ich die Natur in den Lebensraum des Menschen bringen.» Und für mehr als eine Stunde werden in diesem «Lebensraum» musikalische Leckerbissen auf anspruchsvollem Niveau dargeboten.

Improvisierte Bretterbühne

Erstaunlich und ebenso erfreulich ist es allemal, was der Schulmusiker Daniel Stoll mit den Musiklehrerinnen und -lehrern und einer kultivierten Schülerschaft am traditionellen Neujahrskonzert jeweils zustande bringt. An dem Ort nämlich, wo gewöhnlich die Schüler und Lehrer täglich ein- und ausgehen, standen jetzt eine improvisierte Bretterbühne, Scheinwerfer, Notenpulte, Stühle, ein frisch gestimmter Bechstein-Flügel sowie die wunderschönen Ikebana-Arrangements.

Die verschiedenen Ensembles spielten Werke von Mozart, Sibelius, Neruda, Saint-Saëns und Vivaldi. Den Anfang machte das Gitarrenensemble von Daniel Vetter mit dem Stück «Nuestro» des Spaniers Victor Carbajo. Ein musikalischer Leckerbissen war die Ouvertüre «Die Zauberflöte» mit dem Querflötenensemble – geleitet von Ursula Büttiker. Auch die Saxofongruppe von Markus Jud überraschte mit drei Werken aus zwei Jahrhunderten.

Zu den Höhepunkten der musikalischen Feierstunde gehörte gewiss das Konzert in Es-Dur von Johann Baptist Neruda, welches der Trompeter Anthony Buchard aus Schlieren feinfühlig interpretierte. Und auch das Celloensemble von Martin Zeller verblüffte mit dem quirligen Tanzstück «Mambo for six» aus dem Jahre 1949 des deutschen Komponisten und Hornisten Wilhelm Kaiser-Lindemann. Abschliessend brillierte der Chor der Kunstklassen mit zwei Werken von Saint-Saëns und Vivaldi. Dirigent Patrick Elsaid hatte die 25 jungen Frauen zu einem homogenen Klangkörper geformt.

«Beeindruckendes Engagement»

«Ich finde das Engagement dieser jungen Menschen beeindruckend», sagte Rektor Werner de Luca beim anschliessenden Apéro in der Mensa, «für mich ist das Neujahrskonzert bereits zum dritten Mal ein echter Aufsteller.» Sein zwölfjähriger Sohn Tiziano doppelte nach: «Das ganze Konzert fand ich sehr schön.» Dem Sechstklässler, der an der Musikschule der Stadt Zürich das Cellospiel lernt, hat das moderne Stück «Mambo for six» besonders gut gefallen: «Das Draufklopfen auf den Resonanzkasten fand ich recht lustig.» Auch Martha Brem, die Gattin des ehemaligen Hauswartes, meinte: «Ich finds super, wie die jungen Leute das alles schaffen können. Für mich war das ein sehr eindrückliches Konzert.»