Dietikon
Bald gibt es ein neues Domizil für die Dietiker Kinder

Der Steinmürli-Doppelkindergarten ist so sehr in die Jahre gekommen, dass er noch in diesem Jahr abgerissen wird, um Platz zu machen für einen zeitgemässen Neubau.

Gabriele Heigl
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Den Kindergartenräumen sind in dem Siegerentwurf Loggien vorgelagert, die neue Spiel- und Betreuungsmöglichkeiten eröffnen.Arge Schmid Ziörjen Architekten, Zürich

Den Kindergartenräumen sind in dem Siegerentwurf Loggien vorgelagert, die neue Spiel- und Betreuungsmöglichkeiten eröffnen.Arge Schmid Ziörjen Architekten, Zürich

zvg

Ab März geht es rund auf dem Gelände der Schuleinheit Steinmürli an der Römerstrasse. Dann wird man nicht mehr nur fröhliche Kinderstimmen auf dem Gelände hören, sondern auch das Brummen von Baumaschinen. Zunächst wird der Pavillon errichtet werden, der für 20 Jahre als Provisoriumsbau die Dietiker Schulraumnot etwas lindern soll. Im letzten September haben die Dietiker Ja zu diesem Fünf-Millionen-Bauprojekt gesagt. Bis zum Sommer soll der dringend benötigte Pavillon bezugsfertig sein.

Vorübergehend in den Pavillon

In zwei der insgesamt sieben Klassenräume werden im ersten Nutzungsjahr die zwei Kindergartengruppen des Steinmürli-Doppelkindergartens einziehen. Denn ihr stark in die Jahre gekommenes Gebäude muss abgerissen werden. Der Kindergarten aus dem Jahre 1964 entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen an das Schulraumangebot. Zusammen mit dem Neubau werden auch die veralteten Aussenanlagen für diesen und den daneben liegenden Doppelkindergarten Sonnenhof, der unverändert bestehen bleibt, erneuert und optimiert werden. Auch die Spielgeräte werden ersetzt.

Im zweiten Halbjahr 2016 hatte die Stadt einen Studienauftrag ausgeschrieben. Drei Teams waren eingeladen, ein Projekt für den Neubau sowie die Neugestaltung von dessen Umgebung zu entwickeln. Nun steht das Siegerprojekt fest. Derzeit kann man es bis zum 10. Februar im Foyer des Dietiker Stadthauses während der Öffnungszeiten begutachten. Ausser dem Siegerprojekt werden auch die beiden anderen Vorschläge präsentiert.

Daniela Saxer, Projektleiterin Hochbauabteilung der Stadt Dietikon, freut sich, dass die beteiligten Parteien einschliesslich der Schule und der Lehrkräfte unisono begeistert sind vom Projekt: «Alle sind sich einig über die hohe Qualität des Siegerentwurfs.» Derzeit werden die zu veranschlagenden Kosten nochmals geprüft und auf ihr Einsparpotenzial abgeklopft. Der vorgegebene Kostenrahmen beträgt 1,65 Millionen Franken. Saxer: «Einsparungen sind noch gut möglich, auch ohne dass die Qualität des Entwurfs geschmälert wird.» So könne beispielsweise das Volumen des Baus, also die Grundrissfläche ein wenig reduziert werden.

Dietiker Teams gehen leer aus

Die drei Planungsteams mussten mindestens aus den Disziplinen Architektur und Landschaftsarchitektur bestehen und die Federführung bei der Fachdisziplin Architektur liegen. Zum Zug kam am Ende der Entwurf des Teams Schmid und Zjörien Architektur / Rosenmayr Landschaftsarchitektur aus Zürich. Leer gingen die beiden Teams mit Dietiker Besetzung aus: Neff Architektur, Dietikon / Planivers Landschaftsarchitekten AG, Zürich sowie Raumfachwerk AG, Dietikon / Hansjörg Jauch Landschaftsarchitekt, Zürich.

Das Votum der Fachjury, dem unter anderen der Dietiker Stadtarchitekt Peter Baumgartner sowie Hochbauvorsteherin Esther Tonini und Schulvorstand Jean-Pierre Balbiani angehörten, fiel einstimmig aus. Das Projekt, das nun weiterbearbeitet wird, «zeichnet sich aus durch eine klare Organisation, gute betriebliche Abläufe sowie eine hohe gestalterische Qualität in Architektur und Freiraum», heisst es im Jurybericht.

Lichtdurchflutete Räume

Als positiv wurde es gewertet, dass alle Haupträume grosszügige Fenster aufweisen und die Garderobenbereiche über Oberlichter verfügen, sodass alle Räume gut mit Tageslicht versorgt sind. Von aussen fallen vor allem die Holzfassaden und die vorgelagerten Loggien mit den bullaugenartigen Ausschnitten auf. Innen gefallen der Jury neben der Tragkonstruktion in Holzelementbau auch die unterschiedlichen Raumhöhen. Mit dem Abriss des Vorgängerbaus will die Stadt in etwa zehn Monaten starten, danach soll zügig der Neubau errichtet werden. Bis Sommer 2018 muss er realisiert sein, um die Pavillonräume für Schüler freizumachen. Dann heisst es für die etwa 40 Kindergartenkinder und ihre Lehrkräfte noch einmal zügeln: vom Provisorium in das neue Domizil.

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