Dietikon
Bahnhofsuhren in Glanzenberg ticken endlich wieder

Die Bahnhofsuhr am Bahnhof Glanzenberg in Dietikon funktionierte drei Monate lang nicht. Seit Dienstag laufen sie endlich wieder - der SBB-Mediensprecher erklärt, weshalb es so lang gedauert hat.

Anina Gepp
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Der Bahnhof Glanzenberg in Dietikon.

Der Bahnhof Glanzenberg in Dietikon.

Limmattaler Zeitung

Sie sind in aller Welt bekannt und beliebt, die Uhren der SBB. Nicht wenige tragen sie stolz als Miniaturausführung am Handgelenk und sogar der Riesenkonzern Apple kopierte die kultige Uhr für eigene Geräte. Doch genau da, wo die Bahnhofsuhren wirklich gebraucht werden, funktionierten sie mehrmals drei Monate lang nicht. So geschehen am Bahnhof Glanzenberg, wo seit gestern die Bahnhofsuhren endlich wieder laufen. Weshalb die Uhren nicht viel früher repariert wurden, erklärt Reto Schärli, Mediensprecher der SBB.

Gestohlene Uhr war schuld

Eine der Bahnhofsuhren sei gestohlen und dabei ein wichtiges Kabel durchtrennt worden. So sei es zu einem Kurzschluss gekommen. «Das Durchtrennen des Kabels führte sofort zum Stillstand aller anderen Uhren», so Schärli. Die Uhren seien alle miteinander verhängt, sodass gleich alle Uhrwerke zerstört werden, wenn eine ausfällt.

Dass danach drei Monate verstreichen mussten, bis die Uhren wieder funktionierten, sei nicht der Standard. «Normalerweise können wir kaputte Bahnhofsuhren innerhalb von wenigen Tagen reparieren», so Schärli. Doch in diesem Fall war es anders: Die Firma, von der die SBB ihre Ersatzteile bezieht, verfüge nicht bei allen Teilen über einen Vorrat. Dies sei nur bei Teilen der Fall, die häufig gebraucht werden. «Hinzu kam, dass es gerade mehrere Uhren auf einmal betraf. Deshalb dauerte es in diesem Fall länger als sonst», so Schärli. Ausserdem handelte es sich um Spezialteile, die zuerst neu fabriziert werden mussten. «Es macht keinen Sinn, alle Ersatzteile in grossen Mengen auf Vorrat zu haben», so Schärli.