So nah und doch so fern - rund fünf Minuten braucht der Autofahrer vom Parkplatz Glanzenberg bis zum angrenzenden S-Bahnhof. Das gleiche gilt für die Anwohner der Wohnsiedlung «Limmatblick». Seit je her führt nur der Umweg über die Brücke zum S-Bahnhof Glanzenberg und in die Stadt. Deswegen plant nun der Dietiker Stadtrat die Personenunterführung durchgehend bis zum Limmatufer zu verlängern.

Das Limmatufer aufwerten

Die Personenunterführung soll in Zukunft nicht mehr nur einseitig zum S-Bahnhof hinaus führen, sondern bis zur Limmatstrasse hin erweitert werden. «Damit kann das Naherholungsgebiet und auch die Wohnsiedlung entlang der Limmat besser erreicht werden. Auch alternative Freizeitwege werden erschlossen», erklärt Andreas Petermann, stellvertretender Leiter des Stadtplanungsamtes Dietikon.

Der Stadtrat erteilt mit dem Planungskredit von 25 000 Franken grünes Licht für erste Abklärungen. Im Rahmen dieser Planung sollen die Kosten für die Erweiterung der Personenunterführung berechnet werden. In der Planungsphase werden die Auflagen seitens der SBB für die Erweiterung der Unterführung geprüft. Zudem muss geklärt werden, inwiefern man mit der durchgehenden Unterführung die Grundwasserschutzzone Schönenwerd nicht tangiert. Die Kosten für diese Abklärungen obliegen der Stadt Dietikon. Die Verlängerung der Unterführung ist eine Teilmassnahme für den Langsamverkehr, sprich Fussgänger im Rahmen des zweiten Agglomerationsprogrammes. Das Projekt der Limmattalbahn ist der wohl bedeutendste regionale Teil des nationalen Programms.

Wer will, der zahlt

Das Stadtplanungsamt will die Planung bis Ende des Jahres abschliessen und ein Bauprojekt einreichen. Die Kosten für die Verbindung der Limmatstrasse mit der Zürcherstrasse, sofern der Baukredit gutgeheissen werde, würden mit grösster Wahrscheinlichkeit ebenfalls von der Stadt Dietikon getragen, teilt das Stadtplanungsamt mit. «Vermutlich wird die Stadt Dietikon die Bauherrschaft übernehmen, wenn der Kredit von der Gemeinde genehmigt wird. Es gab bereits Vorabklärungen mit der SBB. Diese hat sich zur Kostenbeteiligung negativ geäussert», erklärt Petermann.

«Der Bahnhof Glanzenberg ist bahnbetrieblich ausreichend erschlossen. Alles was darüber hinausgeht, und darunter fällt auch die Anbindung des Wohn- und Naherholungsgebietes am Limmatufer, ist Sache der Stadt Dietikon», erklären die SBB auf Anfrage. Der Kostenbeitrag des Bundes im Rahmen des zweiten Agglomerationsprogramms ist laut Stadt Dietikon aber definitiv.