Wer zuletzt lacht...
Bahndemie oder Pandamie: Unsere neue Kolumne sorgt für Humor während der Krise

Mit der neuen Kolumne von Martin von Aesch versucht die «Limmattaler Zeitung» etwas Humor in die Coronakrise zu bringen – damit das Limmattal sein Lachen nicht verliert. Viel Vergnügen also mit der ersten Folge der neuen Kolumne!

Martin von Aesch
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«Wer zuletzt lacht...» lautet der Titel der neuen Kolumne von Martin von Aesch in der «Limmattaler Zeitung». In der ersten Folge kommen auch Pandas vor.

«Wer zuletzt lacht...» lautet der Titel der neuen Kolumne von Martin von Aesch in der «Limmattaler Zeitung». In der ersten Folge kommen auch Pandas vor.

WU HONG

Wie nennt man das Phänomen, wenn sich auf einer Zugreise etliche Menschen anstecken? Richtig: eine Bahndemie. Ich gebs zu, dieses Witzchen, das ich übrigens selber erfunden habe, ist nur mässig lustig. Doch was soll ich tun! Als Teil der Risikogruppe – ich spreche von den AHV-Positiven –, die sich nicht mehr frei bewegen sollte, muss ich in meinen vier Wänden ausharren. Kann also meinem Körper keinen Auslauf gewähren. Zum Glück hat der Bund nicht verfügt, man müsse auch seine Hirntätigkeiten auf ein Minimum reduzieren. Darum ­­denke ich in diesen Tagen eben ein bisschen vor mich hin. Dabei kommen mir halt solche Wortspiele in den Sinn.

Die Frage, die sich mir nun stellt, ist die: Darf man in einer Krise, wie wir sie in unseren Breitengraden seit vielen Jahrzehnten nicht mehr erlebt haben, überhaupt noch Witze reissen? Oder: Wäre es nicht angemessen, jegliche Art von Humor jetzt zur Seite zu legen, weil sonst vermutet wird, man verkenne den Ernst der Lage? Auch nach längerem Abwägen sehe ich mich nicht in der Lage, Ihnen eine schlüssige Antwort zu präsentieren. Vermutlich ist sie vom Typ abhängig. Diejenigen, die mit riesiger Ernsthaftigkeit alles zu ergründen ver- suchen, um der Situation gerecht zu werden, lehnen wohl in diesen Wochen, die mit grosser Wahrscheinlichkeit zu Monaten werden, jegliche Art von Humor ab. Auf der anderen Seite stehen die, welche, wann auch immer, übers Lachen zum Leben zurückfinden. Es gibt aber auch jene, welche Schwieriges mit Galgenhumor zu bewältigen versuchen. Was nicht bei allen gut ankommt.

Nur etwas ist klar: Wir müssen uns dieser viralen Seuche stellen. Müssen uns, wenn immer möglich, an die Anweisungen der Behörden halten. Sollten nicht leichtfertig mit unserem, vor allem aber auch nicht mit dem Leben anderer umgehen. Vermutlich werden wir noch lange nicht zu einer gewissen Normalität zurückkehren. Und damit stellt sich die Frage, wie die Welt nach Corona aussehen wird. Wenn ich mir das ausmale, tun sich mir Schreckensszenarien auf, denen ich – und dazu stehe ich – nur mit Humor begegnen kann. Falls Sie auch zu dieser Spezies gehören, lesen Sie weiter! Und sonst bitte nicht.

Wenn in China unendlich viele Bären erkranken, wie nennt man das? Richtig! Pandamie.

Zum Autor: Martin von Aesch Der Schlieremer Martin von Aesch gehört als AHV-Positiver zur Corona-Risikogruppe. Hier überlegt er sich, wie er trotz der Krise den Humor nicht verliert.

Zum Autor: Martin von Aesch Der Schlieremer Martin von Aesch gehört als AHV-Positiver zur Corona-Risikogruppe. Hier überlegt er sich, wie er trotz der Krise den Humor nicht verliert.

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