Bluesmerize heisst der Verein, der seit 2013 das Limmattal für die schwarzamerikanische Musikrichtung begeistern will – mit einigem Erfolg: Zum sechsten Mal findet am 17. und 18. August das Open Air im Grüene in Bergdietikon statt. Fünf Bands, die je auf ihre eigene Art den Blues verkörpern, treten auf. Vereinspräsident Davide Valerio erwartet deswegen auch ein durchmischtes Publikum. «Von Familien mit Kindern über junge Konzertgänger ist so ziemlich alles dabei», sagt er. Er erwartet über das Wochenende etwa 600 Festival-Besucher. Jeder solle dort etwas für sich entdecken können, sagt Valerio.

«Jurassic-Blues» und etwas Rock

Am Freitagabend haben Musikbegeisterte die Möglichkeit, sich ab 19 Uhr gleich selbst Blueskenntnisse anzueignen, und zwar in Form eines Mundharmonika-, Bass- oder E-Gitarrenkurses. Fleissige Kursteilnehmer, talentierte Instrumentalisten oder couragierte Einsteiger dürfen ab 23 Uhr ihr Können während der offenen Jam-Session zeigen. Doch zwischen dem Lernen und Vorzeigen liegt das Zuhören. Die erfahrenen Musiker der Ellis Mano Band tischen Bluesrock und sicherlich «Whiskey», ihre neuste Single, auf.

Am Samstag wartet ein volles Programm auf das Publikum: Vier Schweizer Blues-Bands sorgen für musikalische Erlebnisse. Wie der Blues klingen soll, zeigt die Aargauer Coverband Blue Steel, die unter anderem Blues-Grössen wie Muddy Waters und Lynyrd Skynyrd nachspielt. Mit dem Versprechen von purstem Blues steigen die 6 Handful of Blues auf die Bühne. Eine bekannte Stimme der Berner Musikszene ist ebenfalls dabei: diejenige von Boris Pilleri, der seine Band Jammin’ nach Bergdietikon bringt. Pilleri schaut auf eine 42-jährige Karriere zurück und nannte seine Musik einst «Jurassic-Blues». Als Late-Night-Act rundet die junge Band Crying Thunder mit lauter Rockgitarre und noch lauteren Vocals den Anlass ab.

«Laufender Prozess»

Der Verein Bluesmerize organisiert das Open Air im Grüene auf ehrenamtlicher Basis. «Wir sind froh, dass wir bisher immer freiwillige Helfer mobilisieren konnten», sagt der Vereinspräsident. «Letztes Jahr haben das Organisationskomitee und alle Helfer gemeinsam etwa 645 Arbeitsstunden für den Anlass aufgewendet.» Das sei nicht selbstverständlich, sagt Valerio, der nebenbei arbeitet und studiert. «Da wir keinen Eintritt verlangen, ist uns die Sponsorensuche immer von grosser Bedeutung. Darum sind wir froh, dass die Dietiker Zeus Music Bar unser Presenting-Sponsor ist», fügt Valerio hinzu.

Am Samstagabend respektive Sonntagmorgen, wenn die letzten Akkorde auf der Bühne verklungen sind und sich die Wiese geleert hat, geht es schon bald an die Planung der nächsten Ausgabe des Open Airs. «Die Vorbereitungsarbeiten beginnen etwa einen Monat nach dem letzten Open Air», sagt Valerio. Dann suche der Verein nach dem nächstmöglichen Datum. «Es ist ein laufender Prozess, welcher in den drei Monaten vor dem Anlass intensiver wird.»