Dabei bietet sich der Bevölkerung Gelegenheit, die Anlage zu besichtigen. Das könnte sich lohnen, denn die neue Ara wartet mit einigen Besonderheiten auf. So überprüfen Bachflohkrebse das gereinigte Wasser auf kleinste Verunreinigungen, bevor es in die Limmat fliesst. Laut Limeco handelt es sich dabei um einen weltweit einzigartigen Versuch.

Zudem heizt die Ara den neuen Dietiker Stadtteil Limmatfeld, in dem bis zu 5000 Menschen wohnen und arbeiten. Wärmepumpen entziehen dem gereinigten Limmattaler Abwasser die dafür nötige Energie. Damit spart die Stadt Dietikon jährlich über eine Million Liter Heizöl ein und senkt den CO -Ausstoss um 2640 Tonnen, wie es weiter in der Mitteilung heisst.

Vogelnistkästen in Steinkorbfassade

Die neue Ara sei auch schneller als die alte: Die Reinigungszeit betrage nun vier statt acht Stunden. Grund sei ein neues Verfahren, die Festbettbiologie. Dabei leben die Mikroorganismen, die das Abwasser reinigen und entgiften, auf einer fest installierten Wabenkonstruktion.

Standort der Ara ist das Dietiker Naturschutzgebiet Antoniloch. Um diesem Umstand gerecht zu werden, wurde eine Steinkorbfassade mit eingebauten Vogelnistkästen gebaut. Zudem bietet ein begrüntes Dach mit Regenwasserteich neuen Lebensraum für Insekten, Reptilien, Vögel und Fledermäuse. Limeco arbeitete gemäss Mitteilung eng mit dem Schweizer Vogelschutz zusammen. (mts)

Limmatfest am Sonntag, 17. Juni, 10 bis 16 Uhr, Abwasserreinigungsanlage Limeco, Kanalstrasse, Dietikon.