Zwei Stunden vor Rennbeginn pickte sich Daniel Hafner aus dem grossen Flechtkorb von Adriana Hedinger die Ente mit der Nummer 72 heraus. Hafner hatte den richtigen Riecher, wie sich später beim Entenwettlauf herausstellen sollte: Dank fünf Franken Einsatz darf sich Hafner nun mit seiner Familie bei einem Brunch auf dem Üetliberg verwöhnen lassen.

Dass Hafners Ente am Samstag als Erste durchs Zielrohr rutschte, war aber auch ein Verdienst von Rohrführer Kari Besier. Dank Unterstützung seiner Kollegen, unter anderem OK-Präsident Peter Kuhn, löste Besier mit einem gezielten Wasserstrahl aus einer über hundertjährigen Druckpumpe die Verankerung, an der die gelben Enten in einem grossen Korb über dem Wüeribach aufgehängt waren, und schickte sie auf die 15 Meter lange Strecke. Von den 150 verkauften Enten brachten am Ende 19 weitere ihren Besitzern Gutscheine aus dem lokalen Gewerbe ein.

Ein bisschen Luxus muss sein

Im vergangenen Jahr musste das Bachfest noch kurzfristig wegen Hochwasser abgesagt werden. In diesem Jahr freuten sich die Organisatoren deshalb umso mehr, dass auf Besucherseite die 1000er-Marke geknackt wurde.

«Damit werden alle Helferinnen und Helfer für ihre tolle Arbeit belohnt», so OK-Mitglied René Hedinger. Auch auf einen bisschen Luxus wollte man am Fest nicht verzichten und servierte alle Speisen und Getränke auf richtigem Geschirr und in echten Gläsern.

So genossen die Besucher am Bachfest die Fischknusperli und lauschten gespannt den Klängen der Harmonie Birmensdorf. «Alle Musiker zeigen grosse Willensstärke und verfolgen das gleiche Ziel», freute sich deren Dirigentin Cäcilia Gebhardt. Am Abend unterhielten dann die fidelen Altbergmusikanten das Publikum.

Am kleinen Markt am Bachfest fiel übrigens vor allem ein Stand auf, an dem nur Bücher lagen. Dahinter stand Hélène Vuille, die amtierende Limmattalerin des Jahres. Sie kämpfte auch am Fest in ihrem Wohnort gegen die Verschwendung von Tagesfrischprodukten: «Allein bei der Migros werden jährlich rund 44 Millionen Franken an Tagesfrischprodukten weggeworfen. Das darf nicht sein», sagte die engagierte Hélène Vuille voller Tatendrang.