Unispital Basel
Babyfotografen in manchen Spitälern verboten- "Limmi" fand andere Lösung

Bisher wurden die Neugeborenen im Universitätsspital Basel von Profi-Fotografen abgelichtet. Dies ist nun vorbei: Solche Fotoshootings sind verboten. Im Limmattal hingegen kennt man dieses Problem nicht.

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Solche Fotos dürfen im Spital nicht mehr alle machen (Symbolbild).

Solche Fotos dürfen im Spital nicht mehr alle machen (Symbolbild).

Keystone

Viele Eltern wollen ihr Kind gleich nach der Geburt noch im Spital fotografieren lassen. Profi-Fotografen haben diesen Trend erkannt und verdienen ihr Geld mit Baby-Fotos. Das Universitätsspital Basel hat nun genug davon und hat die Zusammenarbeit auf den 1. Juli mit einem Unternehmen gekündet, wie das «Schweizer Radio und Fernsehen» SRF berichtet.

Bei diesem handelt es sich um das deutsche Unternehmen «Babysmile». Die Kündigung kommt nicht von ungefähr. Nach der Geburt seien die Mütter erschöpft und emotional aufgewühlt, da brauche es keine gewinnorientierte Unternehmen am Wochenbett, so die Mediensprecherin zu SRF. «Wir sind der Meinung, dass Verkaufsaktionen in einer Geburtsstation nichts zu suchen haben.»

Auch hätten teilweise Ärzte mit der Visite oder Untersuchung warten müssen, bis das Fotoshooting vorüber war. Laut SRF haben sich auch Müller in Internetforen über negative Erfahrungen berichtet. Zwei Mütter schreiben gar von «Abzocke».

Das Aargauer Kantonsspital in Baden hatte die Zusammenarbeit mit «Babysmile» bereits Anfang 2013 beendet. «Babysmile» arbeitet gemäss eigenen Angaben zurzeit mit elf privaten und öffentlichen Schweizer Spitälern zusammen.

Das Unispital Basel hat nun einen eigenen Fotodienst geschaffen. So gibt es weiterhin süsse Babyfotos, für welche das Spital nicht einmal Geld verlangt.

Problem im Limmattal unbekannt

Das Spital Limmattal habe das Mandat einem privaten Photograpehn übergeben, sagt das Spital auf Anfrage. Die Mütter werden im Voraus auf das Angebot aufmerksam gemacht. Falls gewünscht, werde ein Termin vereinbart- in Absprache mit den Pflegenden und den Eltern.Das Spital sei mit der Arbeit des Fotografen zufrieden. (bz/fwa)