Dietikon
«AVO Maria Lounge»: Name geändert, Schall und Rauch blieben

Die ehemalige «Zino Platinum Lounge» in Dietikon heisst neu «AVO Maria». Doch auch unter dem neuen Namen setzt die Betreiberin auf das bereits etablierte Konzept von Live-Musik und Zigarren. Am Samstagabend spielte die Band «Zignaal».

Kathrin Fink
Merken
Drucken
Teilen
AVO Maria Lounge Dietikon
4 Bilder
Sängerin Miz Izi singt mit viel Gefühl
Zignaal in Action
Eine kurze Absprache mit der Band zwischen zwei Stücken

AVO Maria Lounge Dietikon

Kathrin Fink

Der neue Name sei ein Wortspiel, sagt Lounge-Chefin Maria Grippi. Es erinnert an das christliche «Ave Maria» und verweist gleichzeitig auf eine musikbegeisterte Zigarrenmarke. «Die Firma AVO ist auf mich zugekommen, da ich eine der Wenigen bin, die noch Live-Musik in einer Zigarren-Lounge anbietet.»

AVO alleine wollte Grippi dann aber doch nicht im Namen haben, also gab sie als persönliche Note ihren Vornamen dazu. Die «AVO Maria Lounge» war geboren und löste den alten Namen «Zino Platinum Lounge» ab.

Laien erhalten eine Plattform

Live-Musik spielt nach wie vor eine grosse Rolle in den Räumen an der Oberdorfstrasse 51. Regelmässig treten Jazz-, Rock- und Bluesbands auf, auch die sogenannte «Jam-Lounge» bleibt dem Lokal erhalten. Hier können Laienmusiker oder Profis ihr Können auf der Bühne unter Beweis stellen.

Diese Art der Unterhaltung bekamen die Gäste der «AVO Maria Lounge» denn auch am vergangenen Samstag geboten. Doch den Beginn machte die Zofinger Band «Zignaal» mit einem Set aus ihrem Repertoire.

Sängerin Miz Izi stieg pünktlich um Viertel nach neun auf die Bühne. Die etwas älteren Mitspieler scharten sich um sie. Nur Bassist Romi Pinter fehlte. Er hatte sich kurz vor dem Auftritt auf die Toilette begeben müssen. Die Band und das Publikum klatschten daher lautstark, als er als Pinter die Bühne betrat.

Als schliesslich alle auf ihrem Posten waren, gab die Band ihre Blues- und Rock-Kompositionen zum Besten. Sie spielten Songs mit Namen, wie «Journey» oder «Destiny», dazwischen kündigte Gitarrist Don Bruno die Stücke in einem breiten, amerikanischen Englisch an – gespickt mit einigen Schweizer Versprechern.

In der Mitte des Sets spielte das Quartett den Klassiker «The House of the Rising Sun» von The Animals, sehr zur Freude des Publikums. Nach einer guten Stunde schlug Don Bruno den letzten Akkord an und die fünf verabschiedeten sich unter ab Applaus. Schon während des Auftritts waren die ersten Hobby-Musiker mit ihren Gitarren auf dem Rücken eingetrudelt – bereit für die «Jam-Lounge». Einige von ihnen würden sich bereits kennen, sagte Lounge-Chefin Grippi: «Aber für einige wird es tatsächlich das erste Mal bei uns sein.»