Dietikons Stadtbild verändere sich gegenwärtig sehr rasch und spürbar, sagt der Dietiker Stadtarchitekt, Thomas Jung. Fragen rund um den Städtebau sind daher von zunehmendem Interesse für die Öffentlichkeit.

Um diese auch in einem öffentlichen Rahmen zu diskutieren, organisiert die Hochbauabteilung Dietikon ein Architekturpodium zum Thema: «Urbanisierungsprozesse in der Agglomeration – das Hochhaus als Verdichtungsmittel?», welches nächsten Donnerstag, 1.Dezember, im Stadtkeller stattfinden wird. Das Podium soll das erste sein in einer Reihe solcher Veranstaltungen der Hochbauabteilung.

Guter Städtebau ist ein Thema

«Von aktuellem Interesse» sei das Thema der sich erweiternden Agglomeration – gerade im Limmattal, meint Jung: «Ein gutes Beispiel für die jüngste Stadtentwicklung ist das Limmatfeld, da entsteht auf einem ehemaligen Industriegelände bis 2016 ein ganz neuer Stadtteil Dietikons», sagt Jung. Der Bezirkshauptort wolle selbstbewusst auftreten.

Es sei entscheidend und an der Zeit, zu ergründen, in welcher Form sich Dietikon weiterentwickeln und verdichten soll, so Jung weiter. «Markante Punkte im städtischen Kontext» – so werden Hochhäuser in einem Dokument der Hochbauabteilung über die Richtlinien zu dessen Bau bezeichnet

«Ausweichen in die Höhe»

Vor allem in den 60er- und 70er-Jahren boomte der Hochhäuserbau, um mehr Wohnraum in Dietikon zu schaffen. Neuerdings ist das Neubauen von Hochhäusern in einem städtischen Hochhausleitbild geregelt. Es gebe mittlerweile auch von verschiedenen Seiten Befürchtungen, dass das Hochhaus die Stadtlandschaft negativ beeinflusse.

Thomas Jung ist da anderer Meinung; das Hochhaus biete sich als Verdichtungsmittel an, sagt er. «Bauland ist knapp, ein Ausweichen in die Höhe kann eine mögliche Reaktion darauf sein», sagt er. Solche verschiedenen Aspekte zur Typologie des Hochhauses sollen am Dietiker Architekturpodium thematisiert werden.

Ein Podium für alle

«Die Idee, ein solches Podium auf die Beine zu stellen, stand schon lange im Raum», meint Jung.

Die eingeladenen Diskussionsteilnehmer stammen aus verschiedenen Bereichen der Architektur und des Städtebaus, damit möglichst viele Sichtweisen zur Thematik vertreten sein werden.

Unter der Moderation von Thomas Jung nehmen Bernd Scholl, Professor der ETH für Raumentwicklung, Martin Hofer von der Wüest&Partner AG sowie Werner Huber, Redaktor der Zeitschrift «Hochparterre», teil.

Des Weiteren diskutieren Lukas Huggenberger von huggenbergerfries Architekten und Georg Mörsch, Professor der ETH von der Denkmalpflege.

Das Architekturpodium findet am 1.Dezember um 19.00 Uhr im Stadtkeller Dietikon statt. Anschliessend wird ein Apéro im Foyer des Stadthauses ausgerichtet.