Limmattal
Ausverkauf: Schnäppchen finden sich nur bei Textilien

Viele kleine Geschäfte in derRegion können ihre angebotene Warenicht günstiger hergeben.

Anina Gepp
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Winterklamotten werden derzeit günstig hergegeben. Die Modeketten in Dietikon sind auf ihren Waren sitzen geblieben.

Winterklamotten werden derzeit günstig hergegeben. Die Modeketten in Dietikon sind auf ihren Waren sitzen geblieben.

Anina Gepp

Kaum ist das Weihnachtsgeschäft vorüber, zieren die Prozentschilder die Schaufenster der Läden. Der Januar-Ausverkauf hat begonnen – auch im Limmattal. Doch nicht überall kommen die Schnäppchenjäger gleich gut zum Zug. Es sind vor allem die grossen Ketten, die ihre Waren günstiger verkaufen. Wie die Nachfrage bei verschiedenen kleineren Geschäften in Dietikon und Schlieren zeigt, lohnt sich der Januar-Ausverkauf für manche kleineren Läden nicht.

Susanne Theissmann vom Optikergeschäft City Optik in Dietikon etwa sagt: «Brillen kauft man dann, wenn man sie braucht und nicht wenn sie günstiger sind.» Gewisse Produkte seien aber dennoch ein wenig reduziert worden. Generell sei der Laden aber zu klein, als dass sich ein richtiger Ausverkauf zu Beginn des neuen Jahres rentieren würde. Das grosse Geschäft mache man in der Weihnachtszeit ebenfalls nicht. Es könne schon vorkommen, dass sich jemand eine neue Brille wünsche, das sei aber eher selten der Fall.

Weihnachtsgeschäft war Erfolg

Das Fotogeschäft Fotohuus in Schlieren bietet ebenfalls keine speziellen Vergünstigungen auf Produkte und Serviceleistungen im Januar an. Da das Angebot das ganze Jahr über dasselbe sei, gebe es nichts, was man nach den Festtagen loswerden müsse, sagt die gelernte Fotofachfrau Janna Weber. Dass vor den Festtagen aber mehr verkauft werde, sei jedes Jahr deutlich zu spüren. Diverse Geschenkartikel sind beliebt zu Weihnachten: «Bilder in schönen Rahmen oder Fotos von einem Shooting sind sehr gefragt.» Ebenfalls gut gelaufen ist das Weihnachtsgeschäft im Sportgeschäft Diegosport in Schlieren. Jedoch sei der Winter nicht die beste Verkaufszeit, so Inhaber Diego Wicki. «Wir rüsten viele Teams aus. Somit ist die Hauptsaison eher im Juli und August, wenn alle Fussballer neue Trikots brauchen.» Im Januar gibt es deshalb auch keinen Ausverkauf. Wer etwas günstiger ergattern wolle, komme im ganzjährigen Outlet im Laden oder auch Online auf seine Kosten, so Wicki. Dort verkaufe er jeweils die Produkte vom vorherigen Jahr zu besseren Konditionen.

Rabatte bis zu 70 Prozent

Anders sieht es in der Textilbranche aus: In der Einkaufspassage in Dietikon sind die roten Sale-Schilder in Schaufenstern diverser Modeketten zu finden. Auch Edith Bucher der Edith Boutique verkauft Winterklamotten mit einem Rabatt von bis 70 Prozent. Vor allem Restposten erhofft sie damit noch an die Frau bringen zu können. Mit dem diesjährigen Weihnachtsgeschäft ist die Inhaberin des Bekleidungsgeschäfts nicht zufrieden. «Der Winter war lange zu mild, sodass sich warme Klamotten schlecht verkaufen liessen», sagt sie. Ähnliches habe sie von Berufskollegen gehört und auch ein Streifzug durch die Zürcher Bahnhofstrasse habe ihre Vermutung bestätigt: «Alle Modegeschäfte bleiben auf ihren Winterwaren sitzen.» Das Problem sei, dass viele Kunden mittlerweile wüssten, dass im neuen Jahr alles zum Schnäppchenpreis ergattert werden könne und sie somit im Dezember nicht gross einkaufen. Bucher ist sich sicher, durch die heruntergesetzten Preise noch einiges verkaufen zu können. Schliesslich werde bereits die Frühjahrskollektion geliefert.

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