Uitikon
Ausbau Tennisplatz: Der Tennisclub ist gegen die Vorlagen

Die Gemeindeversammlung sprach vor Urnenabstimmung über Sportplätze und Schule. Überraschend kamen Einwände gegen den Ausbau der Tennisplätze aus dem Tennisclub - sie bräucthen dringender Tennishallen.

Flavio Fuoli
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Welche Art von Fussballplatz wird es in Uitikon künftig geben?flavio fuoli

Welche Art von Fussballplatz wird es in Uitikon künftig geben?flavio fuoli

Obwohl gestern Abend keine Entscheide gefällt wurden, war schon im Foyer des Üdikerhuuses zu merken, dass eine spezielle vorberatende Gemeindeversammlung anstand. Speziell, weil es nämlich um die Zukunft der Jugend ging und noch gehen wird. Im Foyer legten die beiden von der Sportstättenplanung betroffenen Vereine, der Fussballclub und der Tennisclub, Werbematerial und Fotos auf. Zu recht, denn Gemeindepräsident Victor Gähwiler durfte 194 Stimmberechtigte im Saal begrüssen.

Finanzvorstand Markus Hoppler führte die Versammlung ins Projekt aus der Sicht des Gemeinderats ein. So sagte er, die Platzsituation sei für den Fussballclub mittlerweile dramatisch geworden. Der Naturrasen sei nur während 15 bis 20 Stunden pro Woche benutzbar. Auch für den Tennisclub, der auch wächst, sei der Ausbau notwendig. Finanziell könne sich Uitikon den Gesamtausbau leisten. Der Gemeinderat befürworte laut Hoppler deshalb den Gesamtausbau für brutto 4,54 Millionen Franken, netto 3,87 Millionen.

Tennisclub dagegen

Patrick Martin, Präsident der RPK, legte nochmals die ablehnenden Gedanken seiner Behörde dar. Insbesondere hätte der aktuelle Standort beim Bau eines zusätzlichen Platzes sehr grosse Erdbewegungen mit den entsprechenden Kosten und Lastwagenfahrten zur Folge. Er rechnet mit rund 500000 Franken zusätzlich.

Opposition erwuchs dem Projekt erstaunlicherweise aus den Reihen des Tennisclubs. Ein Mitglied sagte, es sei keine ausgewogene Vorlage, weil man nicht mehr in erster Linie mehr Plätze, sondern zwei Hallen brauche. Unterstützung erhielt das Mitglied von TCU-Präsident Oren Kalkstein, der ins gleiche Horn stiess. Es sei nicht das ursprüngliche Gesamtprojekt, das nun vorliege. Der Tennisclub brauche dringend Hallenplätze. Deshalb seien beide Vorlagen abzulehnen.

Markus Hoppler entgegnete auf die Bedenken des Tennisclubs, der Gemeinderat habe das Bedürfnis des Tennisclubs sehr ernst genommen und intensiv an den beiden Vorlagen gearbeitet.

Von den Ortsparteien outete sich lediglich die CVP in dieser Sache. Man sei sehr für die Maximalvariante, also den ganzen Ausbau der Anlage für beide Vereine. Schliesslich hielt Peter Haussmann, Präsident des Fussballclubs, eine flammende Rede für den Gesamtausbau, also die Variante A mit zwei Fussballplätzen, aber auch zwei Tennisplätzen zusätzlich. Er sei der Ansicht, die Tennishallen könnten zu einem späteren Zeitpunkt realisiert werden. Der Ausbau sei für den Fussballclub derart wichtig, weil der sonst auseinanderbrechen könnte.

Wenig Diskussion über Sek

Ebenfalls zur Vorberatung kam es in der Schulgemeindeversammlung. Die Schulpflege schlug vor, die Sekundarschule Uitikon, mit 60 Schülern die zweitkleinste im Kanton, mit Birmensdorf-Aesch zu fusionieren. Der Kanton dränge schon lange auf Pensenreduktionen, erklärte Schulpfleger Reto Schoch. Allerdings würde eine Fusion Uitikon sechs bis sieben Steuerprozente mehr kosten, wie Finanzvorstand Chris Linder darlegte. Über die Vorlage wurde kaum diskutiert. Lediglich ein Votant verlangte die Ablehnung des Geschäfts. Ebenso die RPK, die zu hohe Kosten reklamierte.

Über die beiden Vorlagen, Sportanlagen und Schule, wird am 3. März an der Urne abgestimmt.