Uitikon

Ausbau Sürenloh: Gemeinderat befürwortet Sportplatz-Initiative

Der Gemeinderat plädiert erneut für einen Kunstrasen im Sürenloh.

Der Gemeinderat plädiert erneut für einen Kunstrasen im Sürenloh.

Die Gemeinde will Fussballern mehr Platz bieten — Tennisklub schwieg bisher.

Am 26. November befindet die Gemeindeversammlung darüber, ob ein Kredit für den Ausbau des Fussballplatzes Sürenloh an die Urne kommt — die Exekutive spricht sich dafür aus. «Das Gremium kam zum Schluss, die Einzelinitiative von Edi Cincera zu unterstützen», so Finanzvorstand Markus Hoppler auf Anfrage. Dies, weil der Gesamtgemeinderat die Platzverhältnisse für den Fussballklub als prekär betrachtet. «Wir müssen den Jungen und Mädchen die Möglichkeit geben, Sport zu treiben», sagt Hoppler und verweist darauf, dass die Warteliste des Fussballklubs länger und länger wird. In Anbetracht des erwarteten Bevölkerungswachstums in Uitikon sei diesbezüglich auch keine Trendwende absehbar.

Bereits im März 2013 stimmte die Uitiker Gemeindeversammlung über eine Erweiterung der Sportanlage Sürenloh ab. Zwei Varianten — eine für rund 4,5 Millionen Franken und eine für rund 2,6 Millionen Franken — standen damals zur Debatte. Beide wurden mit einer wuchtigen Zweidrittel-Mehrheit verworfen. Dies, nachdem sich der Tennisclub Uitikon (TCU) mit dem Argument, dass ihm eine Erweiterung seiner Anlagen im Sürenloh mit beiden Fussballplatz-Projekten verunmöglicht würde, gegen die Vorlage gewehrt hatte. Rund ein Jahr später reichte Edi Cincera die Einzelinitiative ein. Darin verlangt er einen Bruttokredit in der Höhe von 2,6 Millionen Franken für ein zweites, kleineres Fussballfeld mit Kunstrasen sowie zwei zusätzliche Garderoben — sprich Variante zwei.

TCU berät das weitere Vorgehen

Seit der Einreichung der Initiative habe sich der Gemeinderat eingehend mit dieser Variante befasst, so Hoppler, und mit Vertretern des FCU sowie des TCU das Gespräch gesucht. «Wir kamen zum Schluss, dass dies die beste Variante ist», sagt er und verweist darauf, dass so niemandem etwas verbaut würde. Dies war nämlich die grösste Befürchtung des TCU bei der Vorlage vom März 2013. Eine Expansion des Klubs mit weiteren Tennisfeldern oder gar einer Tennishalle würde durch den Bau eines Kunstrasenfussballfeldes verunmöglicht, liess er damals verlauten.

Wie der TCU auf diesen Schritt der Exekutive reagiert, bleibt abzuwarten. TCU-Präsident Oren Kalkstein lässt auf Anfrage verlauten, dass der Vorstand in den kommenden Tagen zusammensitzen und das weitere Vorgehen besprechen werde. Noch im vergangenen April signalisierte der TCU Ablehnung gegenüber der Initiative. Vizepräsident Roberto Silla sagte damals, dass sie das konstruktive Gespräch mit der Gemeinde torpediere und keine Lösung biete, die für beide Sportklubs akzeptabel sei.

Cincera gab nach Einreichen der Initiative bekannt, dass er diese unverzüglich zurückziehen würde, falls der Gemeinderat mit einem für alle Parteien gangbaren Weg für das Sürenloh auffahren würde. Diesen Weg hat die Exekutive jedoch nicht gefunden. Erwartet Hoppler einen anderen Ausgang an der Gemeindeversammlung als im März 2013? «Dies wäre Kaffeesatzlesen», sagt er, verweist darauf, dass sich die Exekutive ein Ja zugunsten der Uitiker Jugend wünsche. Auf die Frage, was sich denn in der Zwischenzeit geändert habe, erklärt Hoppler, dass die Situation in Sachen Platzknappheit im Sürenloh noch prekärer geworden sei. «Den Leuten im Dorf dürfte dies nicht entgangen sein. Daher denken wir, dass ein Meinungsumschwung stattgefunden hat.»

Das Nein zur Sürenloh-Erweiterung im März 2013 sei wegen der Nein-Parole des Tennisclubs und der Rechnungsprüfungskommission (RPK) zustande gekommen, wie Gemeindepräsident Victor Gähwiler damals sagte. Eine Entscheidung der RPK bezüglich der Einzelinitiative steht derzeit noch aus. 

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