Limmattal
Ausbau der Dietiker A1-Ausfahrt verzögert sich um mehrere Jahre

Dass sich der Ausbau der Zürcher Nordumfahrung und des Gubristtunnels verzögert, hat Auswirkungen auf mindestens ein weiteres Limmattaler Projekt. Der Ausbau der Dietiker A1-Ausfahrt verzögert sich um mehrere Jahre.

Bettina Hamilton-IRvine
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Nun muss der Bund eine Portalüberdeckung prüfen: Blick auf die Gubrist-Einfahrt in Weiningen.

Nun muss der Bund eine Portalüberdeckung prüfen: Blick auf die Gubrist-Einfahrt in Weiningen.

WUL

Dass sich der Ausbau der Zürcher Nordumfahrung und des Gubristtunnels verzögert, hat Auswirkungen auf mindestens ein weiteres Limmattaler Projekt. Gebremst wird auch der Bau der direkten Abfahrt von der A1 aus Richtung Bern in die Dietiker Mutschellenstrasse. Damit könne frühestens ein bis zwei Jahre nach Rechtskraft des Nordumfahrungsprojekts begonnen werden, schreibt der Zürcher Regierungsrat in der Antwort auf eine Anfrage der Kantonsräte Josef Wiederkehr (CVP, Dietikon), Rochus Burtscher (SVP, Dietikon) und René Gutknecht (GLP, Urdorf).

Aus Bauprogramm verschwunden

Die Limmattaler Kantonsräte hatten sich nach dem Stand der Dinge des Projekts erkundigt, das im Bauprogramm der Staatsstrassen für die Jahre 2011 bis 2013 noch aufgeführt war. Damals hiess es noch, dass sowohl die Ausfahrt der A1 wie auch der Ausbau der Mutschellenstrasse in drei bis vier Jahren umgesetzt werden sollen. Im Programm für die Jahre 2014 bis 2016 tauchen die Projekte aber nicht mehr auf.

Zwar habe das Bundesamt für Strassen (Astra) mit der Projektierung des A1-Spurenausbaus begonnen, so der Regierungsrat. «Für das Astra steht dieses Projekt jedoch in Abhängigkeit mit dem Ausbau der A1/ Nordumfahrung», heisst es im Bericht.

«Es ist schön, dass der Regierungsrat und das Astra erkannt haben, dass Handlungsbedarf besteht», sagt Kantonsrat Burtscher auf Anfrage dazu. «Nun hoffen wir einfach, dass der Ausbau der Nordumfahrung so schnell wie möglich geschieht.»

Wie lange es noch dauert, bis das Projekt für den Ausbau der Nordumfahrung rechtsgültig ist, weiss heute niemand. Denn: Noch besteht keine Einigkeit über die Details des Projekts, deren Kernstücke eine Erweiterung der Spuren von vier auf sechs und eine dritte Gubriströhre sind.

Diese Woche hat sich das Bundesverwaltungsgericht zur Beschwerde diverser Limmattaler Gemeinden geäussert. Im Urteil verpflichtet das Gericht das Astra, eine 100 Meter lange Überdeckung des westlichen Gubristportals zu prüfen. Weil die Gemeinde Weiningen aber seit Jahren für eine 270 Meter lange Überdeckung kämpft, will sie vorsorglich trotzdem ans Bundesgericht gelangen. Im Frühling wird das Stimmvolk an einer Gemeindeversammlung entscheiden, ob es den Weiterzug ans Bundesgericht will, oder sich mit der 100-Meter-Variante zufrieden gibt.

Ortszentren entlasten

In «enger Absprache zwischen Kanton und dem Astra» ist gemäss Regierungsrat der Ausbau des Knotens Silbernstrasse zu projektieren. Der Ausbau des Knotens Industriestrasse ist im Bauprojekt der Limmattalbahn festgelegt, während für den Ausbau des Knotens Überlandstrasse gemeinsam mit dem Kanton Aargau, der Stadt Dietikon und der Gemeinde Spreitenbach geplant wird. Die Projekte sollen den Verkehrsfluss auf den Dietiker Zubringerstrassen zur A1 verbessern und die Limmattaler Ortszentren entlasten.