Furttal - Limmattal

Aus Regensdorf kommt ein neuer Schub für Schlieremer Basketballer

Mit einem zusätzlichen Trainer aus dem Furttal setzt der junge Basketballklub Schlieren auf eine Professionalisierung.

Mit einem zusätzlichen Trainer aus dem Furttal setzt der junge Basketballklub Schlieren auf eine Professionalisierung.

Der Basketballclub Schlieren ist jung und klein. Nun arbeitet er neu mit Basketball Regensdorf zusammen. Das Ziel ist es, mehr junge Spielerinnen und Spieler zu gewinnen – dies unter anderem mit professionelleren Trainings.

Das Furttal und das Limmattal rücken näher zusammen. Zumindest im Basketball: Neu betreut ein Trainer von Basketball Regensdorf die Kinder des Basketballclubs Schlieren. Dieser Trainer verfügt über eine Ausbildung von Jugend und Sport (J+S) und unterstützt die Schlieremer Trainerinnen. Bezahlt wird er über Mitgliederbeiträge und Gelder von J+S. Das erste Training mit dem neuen Trainer findet am 20. August statt.

Mit diesem Schritt will der BC Schlieren, der erst vor drei Jahren gegründet wurde, seine Trainings professionalisieren. Im Sommer des letzten Jahres habe der Basketballclub zwar neue Trainerinnen finden können, nachdem die frühere Trainerin Françoise Egli altersbedingt aufgehört habe, wie Clubpräsident Walter Jucker sagt. «Diese haben aber noch keine Jugend-und-Sport-Ausbildung.» Aus diesem Grund habe sich der Schlieremer Club für eine Zusammenarbeit mit Basketball Regensdorf entschieden.

Initiative vom Präsidenten

Diese Zusammenarbeit war vom Präsidenten von Basketball Regensdorf, Martin Lenggenhager, ausgegangen. Der Regensdorfer Verein möchte nämlich im Furttal und ins Limmattal expandieren. Jucker kennt Lenggenhager aus seiner Zeit als Vorstand beim Deutschschweizer Basketballverband Pro Basket: «Aus dieser Zeit weiss ich: Wenn Lenggenhager etwas macht, dann macht er es richtig.» Aus diesem Grund habe sich der BC Schlieren für eine Zusammenarbeit entschieden.

Von der Zusammenarbeit profitieren die Kinder auf verschiedene Arten. Im Moment ist der BC Schlieren nicht Teil des Schweizer Verbandes Swiss Basketball. Aus diesem Grund könnten die Kinder nicht an einem Turnier oder Spiel mitspielen: «Bisher haben wir das nicht ins Auge gefasst, weil wir zu wenige Kinder hatten», sagt Jucker. Dies könnte sich nun in naher Zukunft ändern. «Dann könnten die Kinder zusammen mit Regensdorf an Turnieren spielen.» Ohne eine Mitgliedschaft beim Verband können keine Spielerlizenzen beantragt werden. Ein weiterer Vorteil der Zusammenarbeit ist, dass ältere Kinder künftig nach Regensdorf wechseln könnten. «Bei uns spielen nur Kinder bis 12 Jahre. Wir planen zwar, dies auf 14 Jahre zu erhöhen. Kinder über diesem Alter werden aber voraussichtlich in Regensdorf weiter spielen können», sagt Jucker.

Eine Juniorensuche mittels Plauschturnier

Der BC Schlieren ist der einzige Basketballklub für Kinder im Zürcher Teil des Limmattals. Der Verein wurde 2017 von den Schlieremer Gemeinderäten Walter Jucker (SP), Songül Viridén (GLP) und ihrem Mann Karl Viridén gegründet. «Aus meiner Sicht ist Sport einer der besten Wege zur Integration, deswegen haben wir den Verein gegründet», sagt Jucker. Auch wenn in den ersten Jahren stets über zehn Kinder an den Trainings teilgenommen haben, so sieht es seit dem Lockdown eher düster aus. Es nahmen beinahe keine Kinder mehr an den Trainings teil: «Wir mussten wieder fast bei Null beginnen. Das war sehr schade und leider ein wenig mühsam.»

Um die Zahl der Kinder wieder zu erhöhen und neue potenziell Basketballbegeisterte kennenzulernen, organisiert der Basketballclub am 15. und 16. August ein Plauschturnier beim Ferienparadies Schlieren auf der neu als Pischte 52 bekannten alten Badenerstrasse. Hier sollen Jung und Alt auf einem Streetbasketball-Feld gegeneinander spielen können. Anmelden können sich Interessierte auf der Website des BC Schlieren.

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