Jeweils am ersten Juni-Wochenende drehte sich an und in der Umweltarena Spreitenbach alles ums Velo. Es gab geführte Touren, Ausstellungen, Wettbewerbe, Testfahrten mit E-Bikes und E-Cargo-Bikes, einen Veloschul- Geschicklichkeitsparcours und eine Velo-Waschstation. «Die Besucherzahlen haben sich nicht so entwickelt, wie wir uns das vorgestellt haben», meint Jasmina Ritz, Geschäftsleiterin der Limmatstadt AG, der federführenden und finanzierenden Veranstalterin. Letztlich sei der Aufwand in keinem Verhältnis zum Ertrag gestanden.

Diese Einschätzung wird von den übrigen Organisatoren, Pro Velo Limmattal, Velo-Club Spreitenbach, E-Motion Bike Dietikon und der kantonalen Veloförderung, geteilt. Beat Hess, Präsident von Pro Velo Limmattal, verortet die Gründe für den mangelnden Zuspruch beim Veranstaltungsort. Der sei zu abgelegen und wenig einladend, die Atmosphäre stimme dort nicht für den Anlass. Beim ersten Mal, als der Velotag am Dietiker Rangierbahnhof stattgefunden hatte, seien mehr Leute gekommen. Ritz spricht von damals weit über 300 Besuchern. Andererseits habe die Umweltarena mit ihrer Infrastruktur bezüglich Verpflegung und Sanitäranlagen und mit ihrer mittigen Lage zwischen Dietikon und Baden punkten können.

Sie habe sich noch nicht ganz von der Idee eines Velotags verabschiedet, meint Ritz. «Vielleicht muss man ihn mit etwas Abstand nur neu konzipieren.» Dafür plädiert auch Hess. Er ist der Ansicht, dass 2018 für einen Velotag wegen zweier Grossanlässe auch ein schwieriges Jahr gewesen wäre. Ende Juni findet das Zürcher Kantonalschützenfest im Limmattal statt, von 31. August bis 2. September steigt das Dietiker Stadtfest 2018. (gah)