Oberengstringen

Aus dem Familienleben: Die grossen und kleinen Alltagssorgen

"Die Eltern" sorgten für viele Lacher mit Anekdoten aus dem Familienalltag.

"Die Eltern" sorgten für viele Lacher mit Anekdoten aus dem Familienalltag.

Künstlergruppe «die Eltern» zeigte, dass sie weiss, was es bedeuten kann, eigene Kinder zu erziehen.

Es ist ein gelungener Auftritt von fünf grossen Schweizer Spoken-Word-Künstlern, die am Freitagabend im Singsaal in Oberengstringen mit dem Programm «Die Eltern – pränatal bis postpubertär» auftreten und einen ganzen Abend lang für Lacher im Publikum sorgen.

Stefanie Grob und Simon Chen hatten im Jahr 2013 die Idee, über die vielen mitunter lustigen Anekdoten und Geschichten aus einem Alltag mit Kindern zu berichten, und holten für das Bühnenprogramm Gerhard Meister, Matto Kämpf und Sandra Künzi mit ins Boot.
Ihr gemeinsames Programm beginnt mit der Reise eines Embryos im Mutterleib und endet mit den gescheiterten Versuchen eines Vaters, das eigene Kind über diverse Belohnungssysteme von neuen Handlungsweisen zu überzeugen.

Die Eltern – pränatal bis postpubertär

"Mis esch 59!"

Künstlergruppe «die Eltern» zeigte, dass sie weiss, was es bedeuten kann, eigene Kinder zu erziehen.

Den Text dazu schrieb Gerhard Meister, der krankheitsbedingt kurz vor Schluss die Bühne verlassen muss, sodass dieser letzte Sprechpart von Stefanie Grob übernommen wird. Dieser Umstand passt zur ganzen Thematik, denn dass in einem Familienalltag nicht alles nach Plan verläuft, davon können die fünf wortgewandten Künstler ein Lied singen. Und sie tun dies auch mit viel Witz und überspitzten Pointen, jede und jeder auf eine ganz persönliche Art und Weise.

Geschichten, die bleiben

Von dem speziellen Programm überrascht sind Nelly Hauser und Eliane Rusch, die den Abend gemeinsam besuchen. Beide wohnen in Oberengstringen, und ihre Erwartungen haben sich bereits bis zur Pause erfüllt: «Die Geschichten sind total aus dem Leben gegriffen, man kennt solche Situationen und Gespräche nur zu gut, auch wenn die eigenen Kinder bereits erwachsen sind», sagt Rausch. Hauser fügt an, dass sich viele Themen und Probleme schlicht wiederholen: «Es ist schon so, dass solche Geschichten über Kinder und Familien über

Generationen weitergehen und aktuell bleiben», sagt sie.
Claudia Milanese überrascht im Gegenzug auch die Künstler auf der Bühne, als sie die Lösung eines Rätsels innert Kürze in den Raum wirft und die neue CD der Gruppe gewinnt. Es sei ein lustiges und herzerwärmendes Stück, meint ihre Begleiterin. Zusammen lassen sie sich den Platz in der ersten Reihe nicht nehmen und lachen über die ein oder andere Szene, die sie nur zu gut kennen würden: «Man muss nicht mal unbedingt Eltern sein, bereits aus den Geschichten mit Patentochter oder aus Gesprächen kommen einem die Dialoge und Probleme sehr bekannt vor», sagt Claudia Milanese.

Die Eltern – pränatal bis postpubertär

"Ich ha de Papi gfrogt!"

Künstlergruppe «die Eltern» zeigte, dass sie weiss, was es bedeuten kann, eigene Kinder zu erziehen.

Ihr Programm war mitunter als Hörspiel bereits auf Radio SRF zu hören. «Wir wissen oft nicht, was uns erwartet und das Publikum auch nicht, wenn es zu unserer Vorstellung erscheint», erzählt Sandra Künzi. Den Anlass organisiert hat die Kulturkommission Oberengstringen; auch Gemeindepräsident André Bender wohnt der Vorstellung bei. «Diesmal war es in jeder Hinsicht ein besonderer Auftritt», sagt Stefanie Grob. Das Publikum sei nach anfänglichem Verhalten in die Spoken-Word-Welt eingetaucht. In der Tat gelingt es den Künstlern nach jedem Stück, das Publikum mehr zu begeistern.

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