Früher als Mittel zum Zweck, um die Sanierung des Dorfbrunnens zu unterstützen, ist es seit Jahren nicht nur ein kulinarischer Genuss, sondern auch eine wunderbare Gelegenheit, um alte Freunde und Bekannte wieder zusehen oder neu kennenzulernen. Seit vier Jahren findet der Anlass im Werkhof Bergdietikon statt und nicht mehr in der alten Schür. Jedes Jahr sind rund 100 freiwillige Helfer beteiligt. Querbeet eingesetzt, vom Aufbau zum Kochen zum Service und Abwasch wieder zum Abbau.

Paul Meier, seit 23 Jahren im Vorstand und 14 Jahren Präsident, erzählt uns, dass die Metzgete vom ganzen Dorf sehr geschätzt und daher auch tatkräftig unterstützt wird. Natürlich sei es jedes Jahr eine Herausforderung genügend Helfer zusammen zu kriegen, aber schlussendlich geht die Rechnung immer auf. Von jung bis alt zu Gemeinderatsmitgliedern und auch ehemaligen Besuchern, viele wollen helfen.

«Es freut mich sehr, dass so viele junge Leute mithelfen, das ist heutzutage nicht mehr selbstverständlich, dass so ein Anlass auch von der Jugend geschätzt wird.» erklärt Paul Meier. Der grösste Teil der Helfer sind Wiederholungstäter. Paul Meier ist wichtig, dass während der Arbeit ein lockeres und familiäres Klima herrscht. Dies ist auch deutlich in der Gruppendynamik zu spüren.

Die Metzgete ist unter dem Strich ein Nonprofit Anlass. Das Geld was eingenommen wird, wird ins Helferessen im Restaurant Herrenberg investiert oder bei diversen anderen Anlässen der Dorfgemeinschaft Bergdietikon wie bei der Waldweihnacht, dem Racletteplausch im Januar oder das Zmorge im Grünen.

Das «Grümpitournier» ist neben der Metzgete und den Mitgliederbeiträgen das dritte Standbein.

Eingespielte Organisation

Gefragt nach der Organisation meint Paul Meier «Das Rad muss nicht jedes Mal neu erfunden werden, es läuft.» Durch die jahrelange Erfahrung wurde die Organisation immer etwas leichter. Bei der ersten Vorstandssitzung nach der Metzgete wird das Finetuning für das nächste Jahr besprochen und festgehalten, sodass man das nächste Jahr darauf zurückgreifen kann. Das Konzept hält stand.

Jedes Jahr geniessen zwischen 500 und 600 Gäste bei der Metzgete das gute deftige Essen, das Beisammensein unter Freunden und die familiäre Atmosphäre. Zum ersten Mal werden Reservationen entgegengenommen, aber nur für die Zeit zwischen 17 und 18 Uhr (via pauleveline@gmx.ch bis 12 Uhr). Falls nicht sofort ein Sitzplatz frei ist, darf ein gekühltes hauseigenes Bier: Metzgete Bier an der Bar, oder warum nicht ein Cüpli oder Glas Wein vor oder danach, geniessen. Vielleicht auch zwei, denn wer gerne etwas mehr trinken möchte, oder auch sonst etwas Gutes tun will, für CHF 15 fährt ein lokales Taxiunternehmen Gäste die in Bergdietikon wohnen nach Hause oder zum Fest. Seit dem Jahr 2000 werden die Würste nicht mehr selbst hergestellt, sondern bei einer Metzg, nach eigenem Hausrezept, bestellt.

Seit dem Umzug in den Werkhof ist genügend Platz vorhanden um das Sauerkraut auch mit Rösti anzubieten, was zum neuen Hit geworden ist. Jedoch bleibt das Sauerkraut das Markenzeichen der Metzgete. Der Dorfgemeinschaft Berdietikon ist wichtig, etwas zurückzugeben. Das Beisammensein, die guten Gespräche und das pflegen der Tradition soll im Vordergrund stehen.