Die noch groben Rohbauten im Dietiker Quartier Limmatfeld verwandeln sich bald in das neue Heim von knapp 800 Menschen. Ab 2019 können die Wohnungen dort bezogen werden. Dann hört man im Quartier Kinderlachen anstatt Baulärm – denn unter den neuen Mietern befinden sich hauptsächlich Familien.

Die Stadt Dietikon rechnet deswegen mit einem gleichzeitigen oder etwas verzögerten Anstieg der Kindergärtnerzahlen. Bereits 2016 entstanden die ersten Pläne zwischen der Stadt und der Baugenossenschaft BEP, einen Kindergarten im Neubau zu realisieren. Inzwischen steht das Projekt, nur das Geld für weitere Ausbauten in den Räumen des Kindergartens fehlt noch.

Dafür möchte der Stadtrat nun insgesamt rund 280 000 Franken aufwenden – das Geld muss noch vom Gemeinderat genehmigt werden. Sollte der Kredit angenommen werden, entsteht eine jährliche Mehrbelastung von knapp 87 000 Franken – unter anderem durch Miete wie auch betriebliche und personelle Mehraufwände.

Ein gemeinsamer Spielplatz

Der Stadtrat schreibt in seinem Antrag, dass ein komplett rollstuhlgängiger und knapp 200 m2 grosser Kindergarten im Erdgeschoss des Hauses geplant ist. Anstatt einem Mehrzweckraum soll der Kindergarten einen Gruppenraum mit Teeküche erhalten. Schränke und akustische Massnahmen orientieren sich laut Stadtrat an anderen Dietiker Kindergärten.

Auch wird der neue Kindergarten einen Aussenbereich haben. Dieser soll ähnlich dem des Kindergartens Schachmatt organisiert werden. Der Stadtrat schreibt: «Ein kleiner Bereich von rund 117 m2, der hofseitig direkt vor dem Kindergarten liegt, soll als privater Kindergartenbereich ausgewiesen und durch eine Bepflanzung optisch abgetrennt werden.» Dazu soll ein gemeinschaftlicher Teil entstehen – ein Spielplatz mit «Kletter- und Sand-Kieselelementen» – den die Kindergärtner mitbenützen dürfen. Laut dem Stadtrat entspreche das Projekt den Bedürfnissen der städtischen Kindergärten gut.

35 000 Franken für Ausstattung

In seinem Antrag schreibt der Stadtrat auch, dass die Räume des Kindergartens im ausgebauten Zustand übernommen werden. Für den Betrieb eines Kindergartens seien aber noch Zusatzarbeiten erforderlich, die von der Baugenossenschaft BEP ausgeführt werden. Für den Innenausbau rechnet der Stadtrat mit Kosten von 237 000 Franken. Damit müssen beispielsweise der Einbau von Elektro- und Lüftungsanlagen finanziert werden. Am teuersten zu stehen kommen allgemeine Honorare, Schreiner- und Umgebungsarbeiten.

Neben den Ausbauarbeiten muss auch die Ausstattung des Kindergartens finanziert werden. Darunter fallen Möbel, Spielzeug, Kleininventar, Kosten für die ICT-Infrastruktur und die Schliessanlage. Hier plant der Stadtrat gemäss städtischem Standard rund 43 000 Franken ein.

Mietbeginn im Sommer 2019

Im Antrag des Stadtrats geht es aber nicht nur um die Gutheissung des Kredits. Weiter soll vom Gemeinderat auch der Mietvertrag zwischen der Stadt und der Baugenossenschaft BEP genehmigt werden. Die Miete kostet Dietikon 53 700 Franken pro Jahr.

Die Mietdauer ist auf zehn Jahre beschlossen. Sollte der Gemeinderat die Forderungen des Stadtrates annehmen, beginnt der Mietvertrag im Sommer 2019.