Schlieren
Aufstieg in die Challenge League: Ringerclub sucht Halle um Wettkämpfe auszutragen

Die Ringer aus Schlieren kämpften im nächsten Jahr in der Challenge League. Der Zürcher Ringerclub (ZRC) aus Schlieren steigt im nächsten Jahr in die Challenge League auf.

Merken
Drucken
Teilen
Der Ringerclub sucht momentan eine geeignete Halle in Zürich oder Schlieren, um diese Wettkämpfe auszutragen. (Archivbild)

Der Ringerclub sucht momentan eine geeignete Halle in Zürich oder Schlieren, um diese Wettkämpfe auszutragen. (Archivbild)

Claudio Thoma

Es ist das erste Mal seit über 50 Jahren, dass er in einer derart hohen Liga mitkämpft: Innert dreier Jahre arbeitete sich der ZRC von einem serbelnden Club in die Challenge League hoch. «Das ist für mich überwältigend. Nun sind wir auf einem ganz anderen Level», sagt Vereinspräsident Rafael Perlungher. Er freut sich besonders, dass das Ringen nun eine urbane Stadt wie Zürich erreicht. «Momentan ist das Ringen vor allem in ländlichen Gebieten verbreitet. Doch wenn die Zürcher sehen, wie spannend die Mannschaftskämpfe sind, werden sie stolz auf ihren Verein sein», sagt er. Gelegenheit dazu soll es im Herbst 2020 geben. Ab dann beginnen die Wettkämpfe in der Challenge League. Sechs davon sind Heimspiele auf Zürcher Boden. Der Ringerclub sucht momentan eine geeignete Halle in Zürich oder Schlieren, um diese Wettkämpfe auszutragen. Damit er sie finanzieren kann, baut der Verein nun sein Sponsorennetz auf. «Wir haben ein solides und grosses Kader und mit dem Eintritt in die Challenge League sind wir interessant für Sponsoren», sagt Perlungher. Den Erfolg des Clubs führt er auf das Team und insbesondere den Trainer – den russischen Ringmeister Saifulla Avtorkhanov – zurück. Zudem habe er in Zürich die Möglichkeit, ein multikulturelles Publikum und Athleten aus verschiedensten Ländern zu erreichen. Das sei ein grosser Vorteil gerade gegenüber den ländlichen Clubs.

In der Schweizer Challenge League kämpfen derzeit sechs Ringermannschaften. Pro Mannschaft treten die Kämpfer jeweils in zehn verschiedenen Gewichtsklassen auf. «Das wird eine grosse Herausforderung, da in jeder Gewichtsklasse einige Kämpfer bereitstehen müssen», sagt Perlungher. Doch er ist zuversichtlich, dass sich der Zürcher Ringerclub in der höheren Liga nicht nur behaupten, sondern auch durchsetzen wird. «Unser Ziel ist, in den nächsten Jahren in der Champions League anzukommen.» Das wäre eine riesige Sensation. Bis dahin sind jedoch noch einige Kämpfe zu gewinnen. Um möglichst vielen jungen Ringern dazu eine Chance zu geben, wird der Zürcher Ringerclub mit zwei Mannschaften antreten: einer in der ersten Liga und einer in der Challenge League. (lyl)