Dietikon

Aufgeben kommt nicht infrage: «Das Nein des Bundesrats nehmen wir nicht hin»

Eine S-Bahn fährt durch Dietikon Silbern (beim Coop) am 11. Januar 2018

Das Komitee ist enttäuscht vom Bundesrat. (Archiv)

Eine S-Bahn fährt durch Dietikon Silbern (beim Coop) am 11. Januar 2018

Das Komitee «Vorwärts Limmattal» ist enttäuscht, dass der Bund dem Bau der S-Bahn-Station Dietikon Silbern nicht die von ihm geforderte Priorität einräumt.

Für den Bau der S-Bahn-Station Dietikon Silbern ist es aus Sicht des Bundes noch zu früh. Deshalb fehlt er in der bundesrätlichen Botschaft zum Bahnausbauschritt 2035, die letzte Woche vorgestellt wurde.

Beim Komitee «Vorwärts Limmattal» ist man über diesen Entscheid alles andere als erfreut. «Das Nein des Bundesrates zur Priorisierung der S-Bahnstation Silbern nehmen wir nicht hin.» Dies sei das Fazit der Beratung des Ausschusses des Komitees, heisst es in einer Mitteilung.

«Wir werden alles daransetzen, im Parlament unser Anliegen in der Vorlage einzubringen», wird Roger Bachmann, Präsident des Komitees und Stadtpräsident von Dietikon, in der Mitteilung zitiert.

Das Argument, wonach das Anliegen erst gemeinsam mit der Direktanbindung Aarau-Zürich angegangen werden könne, halte der Ausschuss nicht für stichhaltig. Zwischen diesen beiden Projekten würde kein zwingender Zusammenhang bestehen.

Informationsoffensive geplant

Die S-Bahn-Station Silbern sei machbar. «Dies folgt aus dem Schlussbericht der Zweckmässigkeits- und Machbarkeitsbeurteilung einer S-Bahn-Station Dietikon Silbern, die von der Firma Ernst Basler und Partner bereits im Dezember 2006 verfasst worden war.

Die S-Bahn-Station Silbern bringt für die SBB zusätzliche Frequenzen, da im Gebiet Silbern 5000 Arbeitsplätze heute bereits bestehen und eine Verdoppelung Studien zufolge in den nächsten Jahren Tatsache werden dürfte», heisst es weiter. Eine Aufnahme in die Planung für den Ausbauschritt 2035 mache auch deshalb Sinn, weil bis dann auch das Busangebot aus Oetwil ins Gebiet Silbern geschaffen werden dürfte.

Der Ausschuss des Komitees sei deshalb überzeugt, dass diese Argumente im Bundesparlament auf offene Ohren stossen werden. «In den nächsten Wochen wird nun deshalb eine umfassende Informationsoffensive mit verschiedenen Aktivitäten unter Einbezug zahlreicher Akteure und Verbündeter in die Wege geleitet», schreibt das Komitee.

Denn es handle sich um ein überregionales Anliegen, von dem 90 000 Einwohnerinnen und Einwohner sowie über 50 000 Beschäftigte direkt oder indirekt betroffen seien. Mit 60 Hektaren Ausdehnung sei das Gebiet Silbern das grösste zusammenhängende Wirtschaftsgebiet im ganzen Zürcher Limmattal.

«In unmittelbarer Nähe entstehen weitere Potenziale: das Niderfeld sowie Projekte in den angrenzenden Gemeinden Geroldswil, Oetwil und Spreitenbach. Der Nutzen einer
S-Bahn-Station Silbern ist mehr als ausgewiesen», schreibt das Komitee weiter.

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