Velotag
Auf zwei Rädern durch das Limmattal

Auf geführten Radtouren hat die Limmatstadt AG neue Einblicke auf dasLimmattal ermöglicht – das Tal ist, was im Sommer ein Glück ist, velofreundlich eben

Tabea Wullschleger
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Der Limmat entlang: Das herrliche Sommerwetter lockte gestern mehrere hundert Personen an den Velotag der Limmatstadt AG.Fotos: Tabea Wullschleger

Der Limmat entlang: Das herrliche Sommerwetter lockte gestern mehrere hundert Personen an den Velotag der Limmatstadt AG.Fotos: Tabea Wullschleger

Tabea Wullschleger

Bereits kurz nach 10 Uhr am Morgen tummelten sich auf dem Platz zwischen den verschiedenen Ständen und der Bühne viele Personen – und alle hatten ein Velo dabei. Auf Mountainbikes, Rennvelos, im Kindersitz oder auf dem E-Bike ging es dann für rund 80 Velofahrerinnen und Velofahrer auch gleich auf eine Tour.

Die erste war bewusst für «Kind und Kegel» konzipiert. Die acht Kilometer lange Rundstrecke stand unter dem Titel «Lebensader Limmat» (die längere, 30 Kilometer umfassende Strecke hatte als Motto «Im Wesen viel Neues»).

Beide Touren waren geführt und eröffneten den Teilnehmenden einen neuen Blick auf das Limmattal. Dabei folgen die Radfahrenden den bunten Trikots des Veloclubs Spreitenbach; und es ging unter der brennenden Sommersonne in gemütlichem Tempo über Felder und Autobahnbrücken sowie stets der Limmat entlang.

Informative Zwischenhalte

Immer mal wieder wurden Stopps eingelegt, und ein Fachmann erzählte Interessantes über das eben durchfahrene Gebiet. So erfuhren die Velofahrenden etwa, dass es früher auf dem Niderfeld einen Segelflugplatz gegeben hatte, dass in den Limmatauen seltene Fische hausen, die ihre Eier in Muscheln legen, und dass in der Überbauung Limmatfeld dereinst über 2000 Menschen wohnen sollen.

Neben solchen Informationen waren es aber auch die E-Bikes, die einen neuen Blick ermöglichten. Das Dietiker E-Bike-Geschäft «e-motion e-Bike Welt» stellte nämlich verschiedene Modelle für Testfahrten zur Verfügung. Durch den Motor zusätzlich unterstützt flitzte man schnell durch das – an sich ja sehr velofreundlich ebene – Limmattal.

Der Stand mit den E-Bikes war natürlich nicht die einzige Attraktion auf dem Areal der Ortsgüteranlage in Dietikon. Für die Kleinen stand eine Hüpfburg bereit. Und Gross und Kein konnten in der «Posebox» Fotos von sich schiessen und gleich mitnehmen. Zudem konnten sich die Teilnehmer auch an zahlreichen Ständen informieren. So stellte sich der Veranstalter des Anlasses, die von der Halter AG gegründete Limmatstadt AG, vor. An einem anderen Stand wurde das Projekt der Umweltvelowege vorgestellt. Und ein Geschicklichkeitsparcours lud dazu ein, sich im Velofahren zu messen.

Hitze? Nein, wunderbares Wetter

Wer das in der grossen Hitze zu anstrengend fand, hielt sich bei den Festbänken unter den Sonnenschirmen auf. Doch über die Hitze mochte fast niemand jammern – die meisten genossen das wunderbare Sommerwetter. Dieses Wetter lockte denn auch bereits bis zum Mittag mehr als die für den ganzen Tag erwarteten 200 Besucher an, wie Roman Beer von der Limmatstadt AG zufrieden feststellen konnte.

Mancher Velotag-Besucher durfte mit einem Preis nach Hause gehen. Jasmina Ritz von der Limmatstadt AG verkündete zuerst die richtige Wettbewerbsantwort – 64 Prozent der Limmattaler Haushalte verfügen über ein oder mehrere Velos – und darauf die vielen Gewinner der verschiedenen Preise. Im Anschluss spielte die Latin-Band Loco Escrito auf. Die vier jungen Männer aus dem Limmattal hatten durch die TV-Show «Die grössten Schweizer Talente» bereits einige Berühmtheit erlangt und heizten auch dem Velotag-Publikum ein.