Der Gemeinderat informierte daher an der Gemeindeversammlung darüber, dass er ein Gutachten, eine Kostenprognose und eine Absprache mit der Kantonspolizei in Angriff nehmen werde (die Limmattaler Zeitung berichtete). Tempo 30 auf der Eggstrasse gibt auch deshalb zu reden, weil ein Gutachten im Jahr 2012 die Tempo-30-Idee als nicht sinnvoll erachtet hatte.

Dem Wunsch nach Tempo 30, den verschiedene Einwohnerinnen und Einwohnerinnen nun erneut an die Gemeinde herangetragen haben, geht jetzt der Gemeinderat wiederum nach. Wie er mitteilte, hat er dem Ingenieurbüro Suter von Känel Wild AG aus Zürich den Auftrag für die Ausarbeitung eines Verkehrsgutachtens gegeben. Dabei sollen jedoch nicht nur die Eggstrasse, sondern auch weitere Quartiere nördlich der Zürcherstrasse analysiert werden, die heute ebenfalls noch nicht zur Tempo-30-Zone gehören – insbesondere das Sonnenberg-Quartier und die Rütihofstrasse.

Das Gutachten wird Aufschluss darüber geben, welche Geschwindigkeiten auf den einzelnen Strassen gefahren werden. Und es soll zeigen, welche baulichen Massnahmen für die Einführung von Tempo 30 nötig wären. Für die Bewilligung von Tempo-30-Zonen ist die kantonale Sicherheitsdirektion zuständig. Sie verlange für die Beurteilung der Zweckmässigkeit und Verhältnismässigkeit von Verkehrsmassnahmen ein entsprechendes Gutachten, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

Vor Jahren plante die Gemeinde eine flächendeckende Einführung von Tempo 30, sah dann aber davon ab, da rund ein Drittel aller Oberengstringer Strassen in Privatbesitz sind. Beim damaligen Projekt waren allein für die baulichen Massnahmen an der Verzweigung von Rütihof- und Eggstrasse 280 000 Franken veranschlagt. Im Jahr 2016 hatten die Anwohner einen ersten Vorgeschmack auf Tempo 30: Wegen einer Baustelle wurde die Eggstrasse damals temporär zu einer Tempo-30-Zone.