Limmatuferweg
Auf Informationstafeln sind neuerdings die Eigenheiten der Region festgehalten

Als blaues Band verbindet die Limmat Zürich und Baden und ist ein wichtiger Natur-, Kultur- und Erholungsraum. Die Kantone Zürich und Aargau bereichern nun das Erholungsangebot für die Bevölkerung um einen neuen Fuss- und Veloweg.

Sandro Zimmerli
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Erholung pur zwischen Baden und Zürich am neu erschlossenen Limmatuferweg.

Erholung pur zwischen Baden und Zürich am neu erschlossenen Limmatuferweg.

Christian Leisi

«Der Buchstabe auf dem Papier muss irgendwann mit Leben gefüllt werden», sagte der Zürcher Baudirektor Markus Kägi mit Blick auf den Agglomerationspark Limmattal, der sich von Zürich nach Baden erstreckt. Jenes Projekt also, das vor fünf Jahren mit einer kantonsübergreifenden Absichtserklärung ins Leben gerufen wurde. Seither arbeiten die Kantone Zürich und Aargau, die Zürcher Planungsgruppe Limmattal (ZPL), die Baden Regio, die Stadt Zürich und die 16 betroffenen Gemeinden zusammen, um «einen vielfältigen und durchgängigen Lebens-, Erholungs- und Naturraum» entlang der Limmat und zwischen den das Tal begrenzenden Hügelzügen zu schaffen, wie es in der Absichtserklärung heisst.

Mit dem Agglomerationspark sollen Erholungsräume bewahrt werden
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Die zuständige Regierungsräte Stephan Attiger und Markus Kägi weihen den Weg ein
Der neue Limmatuferweg soll das Erholungsangebot bereichern

Mit dem Agglomerationspark sollen Erholungsräume bewahrt werden

Sandro Zimmerli

Gestern nun wurde ein erstes sichtbares Zeichen gesetzt. Kägi und sein Aargauer Amtskollege Stephan Attiger weihten im Kloster Fahr den neuen, aufgewerteten Limmatuferweg mit einer symbolischen Geste ein. Die beiden Regierungsräte montierten die erste von insgesamt zwölf Informationstafeln, die Spaziergänger an der Limmat mit den Eigenheiten und der Geschichte der Region vertraut machen sollen. Oder wie es Otto Müller, ZPL-Präsident und Dietiker Stadtpräsident, ausdrückte: «Die Tafeln sollen neugierig machen und dazu beitragen, dass die Leute mehr über die Region und ihre Gemeinden erfahren wollen.»

Kleiner, aber wichtiger Schritt

Die Informationstafeln sind allerdings nicht die einzigen Neuerungen entlang des Limmatufers. So sind neuerdings sowohl der Fuss- als auch der Veloweg von Zürich bis Baden durchgängig und einheitlich signalisiert. An gewissen Stellen wurden zudem Anpassungen bei der Streckenführung vorgenommen, namentlich für Velofahrer. So führt der Radweg von Dietikon Richtung Baden nun komplett der Limmat entlang.

Für die beteiligten Kantone und Gemeinden ist die Eröffnung des neuen Limmatuferwegs wohl ein kleiner, aber nicht minder wichtiger Schritt auf dem Weg hin zum Agglomerationspark. «Der Limmatuferweg hat eine Leuchtturmfunktion, er ist ein Initialprojekt», betonte Kägi. Und Attiger ergänzte: «Er ist auch ein wirtschaftlich gutes Projekt, weil naturnahe Erholungsräume heute ein wichtiger Standortfaktor der Gemeinden sind.» Oftmals spielten solche Freiräume eine wichtigere Rolle bei der Wohnortswahl als beispielsweise ein tiefer Steuerfuss.

Beide Regierungsräte bekräftigten denn auch, dass der eingeschlagene Weg weiterverfolgt werden muss. «In Zukunft wird grenzübergreifendes Zusammenarbeiten immer wichtiger für den Erhalt unseres Erholungsraumes», sagte Kägi. Gerade in einer solch dynamischen Region wie dem Limmattal gelte es, dem Naherholungsraum sorge zu tragen. Der Agglomerationspark Limmattal stehe daher ganz unter dem Motto: «Freizeit und Erholung vor der Haustür.»