Dietikon
Auf die Flaute folgt ein Spitzenjahr

Der Skiliftbetrieb schreibt wegen den diesjährigen Schneeverhältnissen erfolgreiche Zahlen

Anja Mosbeck
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Skilift der Stadt Dietikon am Hausberg: Die diesjährigen Schneeverhältnisse waren aussergewöhnlich gut und so hatten Gross und Klein ihren Spass. keystone

Skilift der Stadt Dietikon am Hausberg: Die diesjährigen Schneeverhältnisse waren aussergewöhnlich gut und so hatten Gross und Klein ihren Spass. keystone

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Der Ansturm auf den Skilift am Dietiker Hausberg war schon lange nicht mehr so gross wie in dieser Wintersaison. Dank aussergewöhnlich guten Schneeverhältnissen vergnügten sich durchschnittlich 100 grosse und kleine Schneesportler pro Tag auf der rund 180 Meter langen Piste.

«Eine Rekordzahl», wie Armin Strässle, Leiter Jugend und Freizeit der Stadt Dietikon, sagt. «Ich bin mehr als zufrieden, denn der Skilift lief auf Hochtouren», sagt er. Die erste Betriebsetappe erfolgte vom 29. Dezember 2014 bis 2. Januar 2015, wobei um Neujahr der grösste Ansturm war. Die zweite Betriebsetappe war in der ersten Sportferienwoche vom 7. bis 15. Februar. Ausserhalb der Ferien war der Skilift in der letzten Schulwoche vor den Sportferien im Februar offen.

Riesen Ansturm im Dezember

In diesen 15 Tagen Betrieb wurden insgesamt 850 Kinder- und 475 Erwachsenentageskarten verkauft. Der erste Betriebstag wird nicht mitgerechnet, weil dieser jedes Jahr gratis ist, sagt Strässle.

Vor allem an Neujahr tat sich einiges auf der Piste. An den rund 40 Bügeln liessen sich grosse und kleine Ski- und Snowboardfahrer in die Höhe ziehen. «Der Grossteil unserer Besucher waren Familien mit ihren Kindern – aber nicht nur», sagt er. Jugendliche Snowboarder nutzten die hervorragenden Schneeverhältnisse für ein gemeinsames Happening. Einige filmten sich sogar dabei und verewigten ihre Videos stolz auf Facebook. Ausserdem eignete sich die 180 Meter lange Piste optimal für Schlitten- und Bobfahrten.

«Obwohl Hochbetrieb herrschte, war die Sicherheit zu keinem Zeitpunkt gefährdet», sagt er. Jedes Jahr müsse eine Betriebsbewilligung vom Kanton angefordert werden. Bis jetzt halte der bald 45 Jahre alte Skilift aber noch einiges aus und habe immer eine Bewilligung erhalten.

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Auch die Besucher verhielten sich sportlich, hält Strässle fest. Junge, ungeübte Ski- oder Snowboardfahrer benötigten manchmal mehr Zeit, um einen Bügel zu ergattern. Alle Schneesportler nahmen aber Rücksicht aufeinander, sodass der Schneeplausch ohne Vorfälle über die Bühne ging.

Die vergangene Saison war weniger erfolgreich. «Wir konnten den Skilift nicht einen einzigen Tag laufen lassen», so Strässle. In den Jahren davor waren die Schneeverhältnisse zwar besser, trotzdem erreichten die Zahlen nicht jene der diesjährigen Saison. Im Winter 2012/13 profitierten während 11 Tagen Betrieb durchschnittlich 85 Kinder und Erwachsene pro Tag vom Schneeplausch. 2009/10 waren es während 10 Tagen Betrieb durchschnittlich 35 Kinder und Erwachsene.

Ob der Skilift dieses Jahr nochmals laufen wird, kann Strässle nicht beantworten. Es sehe so aus, als würde es immer wärmer werden. Und auch wenn es nochmals schneie, bezweifelt Strässle einen allzu grossen Andrang. «Nach den Sportferien sind die Leute weniger motiviert nochmals auf die Skier zu stehen», sagt er. In Absprache mit dem Werkhof werde der Skilift voraussichtlich wie jedes Jahr Mitte April abgebaut. Dennoch könne er kurzfristig wieder in Betrieb genommen werden, sofern es die Schneeverhältnisse nochmals zulassen.