Nur eine regionale Spitex kann die stetig steigenden Anforderungen erfüllen, stellt der Gemeinderat Spreitenbach fest. Er will, dass das Thema regional behandelt wird. Als ideales Instrument dafür betrachtet er die Planungsgruppe Baden Regio. Er hat deshalb den Antrag gestellt, eine regionale Spitex-Organisation zu prüfen.

Die Planungsgruppe verfügt über Erfahrungen im Pflegebereich. Unter Leitung von Edith Saner, Gemeindeammann in Birmenstorf, wurde das geltende Konzept für die Spitex erarbeitet. Es enthält Aussagen zu Onkologie, Kinder-Spitex, Abend- und Nachtdienst, Ausbildung, Qualitätskontrolle und den Leistungsvereinbarungen zwischen den Spitex-Organisationen und den Gemeinden.

«Die Baden Regio hat das Thema bereits aufgenommen», sagt deren Präsident, der Wettinger Gemeindeammann Markus Dieth. Neben Spreitenbach habe der Kreis 2 der Baden Regio einen entsprechenden Vorstoss lanciert. Die Verantwortung für die Spitex-Dienste liegt gemäss Pflegegesetz bei den Gemeinden. Sie schliessen mit den Spitex-Vereinen Leistungsverträge. «Die Gemeinden sind auf die Vereine angewiesen», betont Dieth.

Unterschiedliche Entwicklung

Im Limmattal des Bezirks Baden hat noch fast jede Gemeinde ihren eigenen Spitex-Verein. Es sind dies: Spitex Baden-Ennetbaden , Spitex Gebenstorf-Turgi, Spitex Neuenhof, Spitex Obersiggenthal, Spitex Spreitenbach-Killwangen, Spitex Untersiggenthal, Spitex Wettingen und Spitex Würenlos. Diese Vereine betreuen ein Gebiet mit rund 90 000 Einwohnern.

Die Spitex Bergdietikon fusioniert per 1. Januar mit der Spitex Mutschellen. Von dieser werden dann die Bewohner von Bergdietikon, Berikon, Oberwil-Lieli, Rudolfstetten-Friedlisberg sowie Widen betreut.

Die Gemeinden Ehrendingen und Freienwil sind der Spitex Surbtal-Studenland angeschlossen. Diese wurde im Rahmen des Regionalen Altersleitbildes Surbtal-Studenland (RAS) gebildet. Sie hat ihren Sitz im Alters- und Pflegezentrum RAS in Ehrendingen. Betreut werden die Bewohner der RAS-Gemeinden, die vornehmlich im Bezirk Zurzach liegen.

Nur noch eine Spitex im Reusstal

Im Reusstal und am Rohrdorferberg haben sich die drei Spitex-Vereine zur neuen Spitex Heitersberg zusammengeschlossen. In diesen Wochen entscheiden die Gemeindeversammlungen noch über den Leistungsvertrag. Die neue Spitex betreut in den Gemeinden Birmenstorf, Bellikon, Fislisbach, Künten, Mägenwil, Mellingen, Niederrohrdorf, Oberrohrdorf, Stetten Remetschwil, Tägerig und Wohlenschwil rund 32 000 Einwohnerinnen und Einwohner. Mit dieser grösseren Organisation können die gesetzlich vorgegebenen Leistungen angeboten werden.