Urdorf

Auf der Spielbühne in Urdorf: Ein Playboy lernt das Leben kennen

Mit dem Stück «Im Diräkter sin Sohn» von Maya Gmür hat sich die Spielbühne Urdorf diesmal für eine Dialektkomödie entschieden. Regisseur Walter Riedle hat die fünf Schauspielerinnen und vier Schauspieler zu einer Einheit verschweisst.

Kleider, Pizzaschachteln, Turnschuhe, Zeitungen und leere Bierflaschen - im Wohnzimmer der Familie Müller herrscht Chaos. Paddy Müller (Daniel Seiler) hat eine weitere durchzechte Nacht mit seinem Freund Nick Fröhlich (Benjamin Hof) in der luxuriösen Attikawohnung hinter sich.

Playboy Paddy

Die Uni kann den beiden einmal mehr gestohlen bleiben. Denn zuerst muss der Kater auskuriert werden. Das ändert sich schlagartig, als Laura Müller (Uschi Armbruster), die auf peinliche Sauberkeit bedachte und auch etwas herrschsüchtige Mutter von Playboy Paddy auftaucht.

«So geht's nicht mehr weiter, jetzt muss eine Haushaltshilfe her», fordert die Mama resolut. Unterstützt wird sie dabei von ihrem Ehemann, dem Bankdirektor Alfons Müller (Walter Riedle), der seinem Sohn in Begleitung des Arztes Dr. Flückiger (Franz Hof) seine angekündigte Aufwartung macht.

Den Job der Haushaltshilfe reisst sich die junge Pizzakurierin Isabella König (Sabrina Haller) unter den Nagel. Für sie ist es die ideale Gelegenheit, um sich mit der Arbeit ihr Studium zu finanzieren. Es scheint, als wären alle zufrieden. Doch dann besucht Renate König (Sünje Sönnichsen) ihre Tochter Isa. Die vermeintliche Haushaltshilfe sieht sich gezwungen, ihr Lügennetz stetig auszubauen.

Junge Schauspieler überzeugen

Mit dem Stück «Im Diräkter sin Sohn» von Maya Gmür hat sich die Spielbühne Urdorf diesmal für eine Dialektkomödie entschieden. Regisseur Walter Riedle hat die fünf Schauspielerinnen und vier Schauspieler zu einer Einheit verschweisst. Mit sichtlichem Enthusiasmus sind die vorwiegend jungen Darstellerinnen und Darsteller in ihre Rollen geschlüpft und begeistern mit diesem Engagement, zuzüglich ihrer Mimik und hervorragend herausgespielten Situationskomiken am Samstagabend das Premierenpublikum im Urdorfer Embrisaal.

Die beschwipste Mutter von Isa

Eine Paraderolle verkörpert Sünje Sönnichsen, die die beschwipste Mutter von Isa hervorragend spielt. Das Publikum hat sichtlich Spass und spendet grossen Applaus. Auch der 23-jährige Benjamin Hof, der erstmals auf der Embribühne steht, geniesst seinen Auftritt: «Am meisten Spass bereitet mir, dass ich in eine ganz andere Welt abtauchen und dabei dem Alltag entfliehen kann.»

Unter Zuschauern befindet sich auch Urdorfs Gemeindepräsidentin Sandra Rottensteiner. «Es war ein spannender Abend. Die jungen Schauspieler haben super gespielt, das Stück war perfekt inszeniert», so Rottensteiner.

Nächste Vorstellungen:
Freitag, 23. März, und Samstag, 24. März, jeweils 20 Uhr im Embrisaal Urdorf.

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