Dietikon
Auf der Metzler-Orgel erklingt Bachs Meisterwerk

Festlich läuteten an diesem prächtigen Spätsommertag kurz vor 17 Uhr die vier Glocken der reformierten Kirche Dietikon. Sie luden ein zum Chor- und Orgelkonzert am Bettag.

Christian Murer
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Dirigent André Lichtler mit Chor und Instrumentalisten
11 Bilder
Organistin Elisabeth Berner
Elisabeth Berner an der Metzler-Orgel
Sopranistinnen und Altistinnen des reformierten Kirchenchors Dietikon
Bettagskonzert in Dietikon
Chor mit Instrumentalisten
André Lichtler
Der reformierte Kirchenchor Dietikon
Cellist Fedor Saminski
Delaja Moesinger
Blumen zum Dank

Dirigent André Lichtler mit Chor und Instrumentalisten

Christian Murer

Der Lichteinfall und die Sonnenblumen auf dem Abendmahlstisch gaben dem Kirchenraum das wärmende Ambiente.

Mit dem berühmten Präludium in Es-Dur von Johann Sebastian Bach eröffnete Organistin Elisabeth Berner die musikalische Feierstunde. Souverän spielte Berner Bachs Meisterwerk auf der Metzler-Orgel.

Reimanns Messe als Höhepunkt

Höhepunkt dieses Orgel- und Chorkonzertes war zweifelsohne die Pastoral-Messe in B-Dur von Ignaz Reimann. Der am 27. Dezember 1820 im schlesischen Albendorf geborene Kirchenkomponist wusste als Lehrer und Dorfkantor um die Nöte der Landkirchenchöre.

So entstand diese Pastoralmesse - auch Christkindlmesse genannt - die alle fünf Teile der Messe (Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus und Agnus Dei) enthält.

Der Kirchenchor mit ihrem Dirigenten André Lichtler meisterte dieses schlichte und heitere Werk mit Bravour. Dabei unterstützten die Instrumentalisten Simone Flück und Theres Schlosser (Violinen), Delaja Mösinger (Viola), Fedor Saminski (Violoncello) und Myrna Jeanmaire (Kontrabass) den reformierten Dietiker Kirchenchor.

Wunderschön interpretierten Doris Müller und Pascale Leuzinger die kleinen Solopartien. Doch auch das Kyrie von Heinrich Schütz, die sechs Choräle von Johann Sebastian Bach sowie die Orgelsonate in A-Dur von Felix Mendelssohn-Bartholdy musizierten die Choristen und die Instrumentalisten auf einem musikalisch beachtlich hohen Niveau.

Es war in der Tat eine eindrückliche kleine Reise durch die Musikgeschichte - vom Frühbarock bis zur Romantik. Auch dem Publikum gefiels. So meinte etwa der Dietiker Dominik Müller nach der Aufführung beim Apéro im Kirchgemeindehaus: «Ich bin auf diesem Gebiet eine Laie, doch ich fand das Konzert wirklich sehr schön.»