Der Sportbetrieb der Vereine auf dem Dietiker Sportplatz Hätschen wird immer wieder durch private Personen gestört. Private, welche den Sportplatz benutzten, seien oft der Ansicht, dass sie das gleiche Recht haben, Zeit auf der Anlage zu verbringen, wie Mitglieder der Sportvereine und Schulen, schreibt der Dietiker Stadtrat in der Antwort auf ein Postulat.

Der Sportplatz sei zwar öffentlich zugänglich, dennoch solle er primär den Sporttreibenden zur Verfügung stehen. «Dies bedeutet, dass Vereine oder Schulen den Vorzug geniessen und Private ausweichen müssen.»

Mit dem Thema auseinandersetzen musste sich der Stadtrat, nachdem der grüne Parlamentarier Beat Hess Ende letzten Jahres ein entsprechendes Postulat eingereicht hatte. Quer durch alle Fraktionen hatten sich ihm zwölf Mitunterzeichnende angeschlossen. In der Erklärung zu seinem Postulat schrieb Hess: «Die Stadt ist mit dem Sportplatz Hätschen im Besitz einer modernen, wettkampftauglichen Leichtathletikanlage – der einzigen im zürcherischen Limmattal. Leider wird er in den letzten Jahren aber vermehrt als Tummel- und Spielplatz benützt.» Der Sportbetrieb werde erschwert oder gar unmöglich gemacht durch Personen in der Bahn, teilweise mit Kinderwagen und Velos, obwohl dort zum Beispiel Sprints trainiert werden sollen. Der Platz ist für die Öffentlichkeit nicht gesperrt; er soll nebst Schulen und Sportvereinen auch der Sport treibenden Bevölkerung dienen.

Die Sportvereine haben zwar die Möglichkeit, den Platz für ihre regelmässigen Trainings zu reservieren. Das sei aber den Personen, die sich auf dem Platz aufhalten, nicht bewusst, so das Postulat. Disziplinen wie Ball- oder Speerwurf können nicht durchgeführt werden, ohne sie zu gefährden. «Nur selten reagieren die Anwesenden mit Verständnis, wenn die Trainer sie bitten, einen Bereich des Platzes freizugeben», heisst es im Postulat. Ausserdem werde die Laufbahn trotz Verbots regelmässig mit Fahrrädern befahren, was dem Belag schade.

Signalleuchten gewünscht

Hess wünschte sich eine Lösung, wie sie auf Zürcher Sportplätzen praktiziert wird. Dort können die Vereine zu den reservierten Zeiten eine Signalleuchte einschalten. Zu dieser Zeit ist die Benutzung der Anlage nur mit schriftlicher Bewilligung des Sportamts erlaubt. Die Hinweisschilder auf dem Hätschen dagegen seien ungenügend, was Standort, Grösse und Verständlichkeit anbelangt, so Hess. Darüber hinaus sollen die Trainingszeiten der Vereine im Anschlagkasten am Garderobengebäude ersichtlich sein.

Die Stadt Dietikon bietet nun eine andere Lösung an: Sie wird bei allen öffentlichen Zugängen der Sportanlage neue Schilder mit piktografischen Hinweisen aufstellen. Die Belegungszeiten werden ausserdem in einem Schaukasten am Sporthaus angezeigt. Zudem soll ein Nutzungsreglement erlassen werden, welches unter anderem auch das Büssen von fehlbaren Personen ermöglicht.