Dietikon
Auf dem fliegenden Teppich in eine andere Welt

Der Verein Kultur Krone entführte seine Gäste am «Chrone Fäscht» mit orientalischen Düften und Klängen auf eine Reise in 1001 Nacht. Organistoren und Besucher waren zufrieden.

Mojan Salehipour (Text und Fotos)
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Kronenfest Dietikon
12 Bilder
Im Fotostudio stehen orientalische Schuhe bereit
Das Duo Aromatic Company
Orientalische Gewürze betören die Sinne
Die Kinder zeigen albanische Folklore
In der Spielstube zum fliegenden Teppich
Orientalischer Tanz unter der Leitung von Manuela Krah
Feine Kopfbedeckungen für die Aufnahmen im Fotostudio
Gewänder zum Verkleiden im Fotostudio
Kinder in orientalischen Kostümen im Fotostudio
Üppiger Schmuck in Hülle und Fülle
Märchenerzählerin Marlen Christen mit Helferin Alexandra Schaeren (20)

Kronenfest Dietikon

Limmattaler Zeitung

Am Samstag präsentierte sich das Dietiker Pfarreizentrum St. Agatha in orientalischem Gewand. Für sein «Chrone Fäscht» mit dem Motto «1001 Nacht», durfte der Verein Kultur Krone die Räume nutzen. Bereits beim Betreten hatte man das Gefühl, sich mitten in einer der Geschichten aus dem Orient zu befinden.

Besonders für die Kleinen gab es viel zu entdecken: Im Hof konnte man sich bei einer Karussellfahrt wie auf der Chilbi fühlen, beim Eselreiten wie in einer Karawane in der Wüste. In der Bastelhöhle «Sesam öffne dich» stellten die Kinder goldene Schmuckdosen her, besetzt mit funkelnden «Edelsteinen». Die Spielstube «zum fliegenden Teppich» bot verschiedenste Stationen mit Spielen zum Thema.

Märchenstunde im Kissenberg

Eine besondere Attraktion war das Märchenzelt von Marlen Christen, einer Geschichtenerzählerin für Kinder und Erwachsene. Unter dem original marokkanischen Zelt sass man auf dicken Teppichen und von weichen Kissen umgeben und lauschte dem iranischen Märchen, das Marlen Christen in Mundart erzählte. Dazu baute sie szenische Elemente ein und entführte die Zuhörer in andere Welten. «Geschichtenerzählen ist für mich das Schönste, was es gibt», sagte sie. «Man verzaubert die Menschen und sie vergessen plötzlich alles um sich herum, das alleine mit der eigenen Vorstellungskraft.»

In andere Welten entführt wurde man auch im Fotostudio «Mutabor». Dort konnte man aus einer Fülle von orientalischen Kleidern, Stoffen, Hüten, Schuhen und Schmuckstücken wählen und sich verkleiden. In dieser stilechten, teils nostalgischen Montur wurde man dann professionell fotografiert und konnte das Bild als Souvenir mit nach Hause nehmen.

Auf der grossen Saalbühne wurde zu jeder vollen Stunde etwas vorgeführt. Angefangen mit Afro-Tanz und Alphorn, wurden unter anderem auch orientalische Tänze und albanische Folklore gezeigt. Der Kinderchor der islamischen Gemeinschaft Dietikon sang unter der Leitung von Ulviye Yükseldi, und für humorvolle Unterhaltung sorgte das musikalisch, turnerische Duo Aromatic Company.

Junge Künstler präsentieren die kulturelle Vielfalt – das war die Idee des «Chrone Fäschts». Es sollte ein «Fest der Begegnungen» werden, so Vorstandsmitglied Monika Schmucki. «Es geht darum, gemeinsam mit den Kunstschaffenden anderer Kulturen, die in Dietikon leben, etwas zu machen.»

Plattform für Kulturschaffende

«Der Verein hat auch einen politischen Hintergrund», so Stefan Baier, Präsident des Vereins. «Aber heute geht es mal nicht darum. Ganz im Vordergrund stehen hier die Künstler. Wir möchten Kulturschaffenden in Dietikon eine Plattform bieten.» Von denen scheint es viele zu geben: «Für einen ganzen Tag Programm mussten wir nicht mal über die Stadtgrenzen schauen», sagt Baier. Die Organisatoren sind zufrieden, wenn die Besucher es auch sind. Und das waren sie: «Es herrscht eine warme und familiäre Atmosphäre», sagte Khadija Hanafi. «Das Angebot für die Kinder ist unheimlich gross und man kann viel ausprobieren. Es ist schön zu sehen, was hier auf die Beine gestellt wurde.»