Raumplanung
Auch Urdorf und Schlieren denken über Verdichtung nach

Nicht nur in Dietikon bereitet sich die Exekutive auf die Limmattalbahn vor. Auch in Urdorf und Schlieren wird besprochen, wo und wie die Quartiere verdichtet werden sollen.

Florian Niedermann
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Urdorf und Schlieren befassen sich mit der Verdichtung jener Quartiere, durch die ab 2020 die Limmattalbahn fahren soll. (Visualisierung: Kesslerplatz in Schlieren).

Urdorf und Schlieren befassen sich mit der Verdichtung jener Quartiere, durch die ab 2020 die Limmattalbahn fahren soll. (Visualisierung: Kesslerplatz in Schlieren).

Zur Verfügung gestellt

Die Gemeinde Urdorf erarbeitet derzeit ein Raumentwicklungskonzept für den «Wirtschaftsraum Nord». Dabei wird auch die Frage geklärt, ob in diesem Gebiet zwischen Schlierenstrasse und Bernstrasse sowie im angrenzenden Wohngebiet «eine massvolle Verdichtung» angestrebt werden soll, wie Bauvorstand Christian Brandenberger (CVP) auf Anfrage sagt. Resultate seien im Herbst zu erwarten. Damit ist Urdorf bereits die zweite Gemeinde, die sich mit der Verdichtung jener Quartiere befasst, durch die ab 2020 die Limmattalbahn fahren soll.

Am vergangenen Mittwoch gab bereits der Dietiker Stadtrat bekannt, dass er in den Stadtteilen entlang der Zürcher-, Zentral- und Badenerstrasse die Verdichtung und Erneuerung der Wohngebäude fördern will (die Limmattaler Zeitung berichtete). Impulsgeberin für die Bestrebungen ist dort die Limmattalbahn, welche dereinst auf einer 13,5 Kilometer langen Strecke Altstetten mit Spreitenbach verbinden soll. Gemäss der kantonalen und regionalen Richtplanung sollen die Siedlungsgebiete entlang dem Trassee verdichtet werden.

Stadt lässt Besitzer lukrativer bauen

Die Situation in Urdorf könne jedoch nicht mit jener in Dietikon verglichen werden, sagt Brandenberger: «Bei uns führt die Limmattalbahn durch ein Gebiet, das vor allem von Industrie geprägt ist.» Auslöser für die Entwicklungsabklärungen seien dort denn auch nicht nur das Bahnprojekt und die damit verbundenen Richtplanungen, sondern auch die geplante Erweiterung der Kantonsschule Limmattal, die ebenfalls in der «Wirtschaftszone Nord» liegt. Bei der vom Gemeinderat veranlassten Studie spielen aber durchaus auch weiterreichende Verdichtungsmöglichkeiten eine Rolle, wie Brandenberger sagt: «Es steht etwa die Frage im Raum, ob künftig in dieser Zone Wohnen möglich sein soll.»

Auch in Schlieren, der dritten Standortgemeinde der Limmattalbahn im Bezirk, wird sich die Exekutive bald damit auseinandersetzen, wo und wie Quartiere entlang dem geplanten Trassee verdichtet werden sollen, wie Stadtpräsident Toni Brühlmann-Jecklin (SP) sagt: «Das Thema wird bei der Überarbeitung des Stadtentwicklungskonzepts sicher auf den Tisch kommen. Auch bei der Revision der Bau- und Zonenordnung werden Strategien, um die Verdichtung zu fördern, diskutiert.» Mit konkreten Resultaten ist in nächster Zeit aber noch nicht zu rechnen: Das Stadtentwicklungskonzept soll im Verlauf des Jahres überarbeitet werden, die Bauordnung wird gemäss Brühlmann erst 2016 angegangen.