Uitikon

Auch Uitikon will Schulen mit Videokameras überwachen

Beim Schulhaus Schwerzgrueb wurden laut Schulpräsident Reto Schoch (CVP) in den vergangenen Monaten immer wieder parkierte Fahrräder manipuliert.

Beim Schulhaus Schwerzgrueb wurden laut Schulpräsident Reto Schoch (CVP) in den vergangenen Monaten immer wieder parkierte Fahrräder manipuliert.

Anders als beim Nachbarn Birmensdorf geht es hier aber nicht um Sachbeschädigung, sondern um die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler. Zunächst soll die Schulanlage Schwerzgrueb videoüberwacht werden.

Läuft es nach den Plänen der Uitiker Schulpflege, könnten bereits diesen Monat Videokameras bei den Schulhäusern aufgestellt werden. Derzeit liegt das Reglement zur Videoüberwachung der Schulanlagen öffentlich im Gemeindehaus auf. Die Schulpflege hatte es am 20. Januar verabschiedet. Gegen das neue Reglement kann während 30 Tagen, also bis Mitte Februar, Rekurs erhoben werden.

Erst im vergangenen Dezember legten die Birmensdorfer Primar- und Sekundarschulpflegen der Schulgemeinde­versammlung ein Reglement für die Videoüberwachung von Schulanlagen zur Absegnung vor. Denn in der Gemeinde war es in jüngster Vergangenheit vermehrt zu Sachbeschädigungen durch Jugendliche gekommen, die sich vorwiegend nachts auf Sportplätzen und Schulhöfen versammelten. Sind diese Banden etwa bereits nach Uitikon weitergezogen und treiben nun dort ihr Unwesen?

Der Uitiker Schulpräsident Reto Schoch (CVP) winkt ab. «Es gab zwar auch in Uitikon immer mal wieder Sachbeschädigungen und Schmierereien auf den Schulanlagen. Dies war jedoch nicht ausschlaggebend für den Erlass des neuen Reglements», sagt er.

Täter trotz Anzeige nicht gefunden

«Der Grund ist, dass es in den vergangenen Monaten bei der Schulanlage Schwerzgrueb wiederholt zu potenziell gefährlichen Manipulationen an dort parkierten Fahrrädern gekommen ist», sagt Schoch. Trotz Anzeige der Betroffenen habe die Täterschaft bislang nicht eruiert werden können.

Mit der geplanten Videoüberwachung der Schulanlagen wolle man die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler gewährleisten. «Ziel ist es aber natürlich auch in präventivem Sinne, strafbare Handlungen zu verhindern», sagt Schoch. Geht gegen das Reglement kein Rekurs ein, werde die Videoüberwachung im Schwerzgrueb in Betrieb genommen. Denn anders als bei der Nachbarin Birmensdorf liegt hier der Beschluss in der Kompetenz der Schulpflege.

An der Birmensdorfer Gemeindeversammlung war das Geschäft im Dezember nicht unumstritten. Zwar sprach sich im Vorfeld nur die Juso dagegen aus, die FDP verzichtete auf eine Parole, zeigte sich aber skeptisch und CVP sprach sich zwar fürs Reglement aus mahnte aber, sorgfältig mit dem Instrument der Videoüberwachung umzugehen. Schliesslich fiel der Entscheid mit 99 zu 48 Stimmen relativ Eindeutig zugunsten der Videoüberwachung aus.

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