Dietikon

Auch im Limmattal hat das Rosengarten-Tram keine Chance

In keiner der elf Gemeinden des Bezirks Dietikon fand das Vorhaben am Sonntag eine Mehrheit. (Archiv)

In keiner der elf Gemeinden des Bezirks Dietikon fand das Vorhaben am Sonntag eine Mehrheit. (Archiv)

In keiner der Gemeinden im Bezirk Dietikon fand das milliardenschwere Verkehrsprojekt für die Stadt Zürich Zustimmung.

Aus für das Rosengarten-Projekt: Die Stimmberechtigten im Kanton Zürich wollen keinen 2,3 Kilometer langen Strassentunnel und zwei neue Tram­linien an der Rosengartenstrasse in Zürich. Auch im Limmattal fiel die Ablehnung des 1,1-Milliarden-Franken-Projekts deutlich aus. In keiner der elf Gemeinden des Bezirks Dietikon fand das Vorhaben am Sonntag eine Mehrheit.

Am deutlichsten war die Ablehnung in Oberengstringen. Lediglich 35,2 Prozent der Stimmberechtigten sprachen sich dort für das Gesetz über eine Tramverbindung und einen Strassentunnel am Rosengarten aus. Der Ja-Stimmen-Anteil für den Rahmenkredit von 1,1 Milliarden Franken lag in Oberengstringen gar nur bei 34,6 Prozent. Im Bezirk Dietikon sprachen sich 40,5 Prozent der Stimmberechtigten für das Rosengarten-Verkehrsgesetz und 39,7 Prozent für den Rahmenkredit aus.

Weniger einheitlich als beim Rosengarten-Projekt präsentieren sich die Limmattaler Resultate beim Taxigesetz, welches das Taxi- und Limousinenwesen für den ganzen Kanton einheitlich regelt. Im Bezirk stimmten 50,7 Prozent der Stimmberechtigten der Vorlage zu. Allerdings wurde sie in sieben der elf Gemeinden abgelehnt. Nur Dietikon, Oberengstringen, Schlieren und Urdorf sprachen sich für das Gesetz aus. In allen Gemeinden abgelehnt wurden hingegen die beiden Steuervorlagen. Für die Entlastungsinitiative, die eine Entlastung der tiefen und mittleren Einkommen bis rund 120000 Franken forderte, sprachen sich im Bezirk Dietikon 37,5 Prozent der Stimmberechtigten aus. Die Mittelstandsinitiative, die die Steuerpflichtigen bei der Einkommenssteuer entlasten wollte, fand nur bei 33,8 Prozent der Stimmberechtigten im Limmattal Zuspruch.

Etwas höher lag die Zustimmung im Bezirk mit 41,2 Prozent bei der Wohnungsinitiative. Wie bei den beiden Steuervorlagen und dem Rosengarten-Projekt sprachen sich alle elf Gemeinden gegen den Vorstoss des Mieterverbands aus, der den gemeinnützigen Wohnungsbau fördern wollte.

Anders sieht es beim Diskriminierungsschutz aus. Ausser in Geroldswil sprach sich eine Mehrheit der Stimmberechtigten für die Erweiterung der Anti-Rassismus-Strafnorm aus, mit der die Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung unter Strafe gestellt wird. Im Bezirk Dietikon wurde die Vorlage mit 57,6 Prozent angenommen. (liz)

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