Spital Limmattal

Auch Hüttikon verlässt das «Limmi» frühzeitig

Ab 2015 wird das «Limmi» noch von zehn Limmattaler und einer Furttaler Gemeinde getragen.

Ab 2015 wird das «Limmi» noch von zehn Limmattaler und einer Furttaler Gemeinde getragen.

Die zweitletzte Furttaler Gemeinde steigt Ende Jahr aus dem Spitalverband aus. Danach bleiben nur noch elf Trägergemeinden übrig. Als einzige Furttaler Gemeinde verbleibt nur noch Dänikon im Zweckverband.

Bald werden die Limmattaler Gemeinden im Zweckverband des Spitals Limmattal beinahe unter sich sein. Auch die Gemeinde Hüttikon, die den Austritt bereits letztes Jahr beschlossen hat, wird sich auf eigenen Wunsch per Ende 2014 vorzeitig verabschieden dürfen. Das beschloss die Delegiertenversammlung des Spitalverbands am Mittwochabend mit grosser Mehrheit: Von den 16 anwesenden Delegierten stimmten 14 dem Antrag zu.

Aktuell sind von den einst sieben nur noch drei Furttaler Gemeinden im Spitalverband Limmattal vertreten: Hüttikon, Buchs und Dänikon. Buchs hat jedoch den Austritt bereits beschlossen und wird sich ebenfalls per Ende 2014 vorzeitig zurückziehen. Bereits ausgetreten sind Regensdorf, Dällikon, Boppelsen und Otelfingen.

Damit bleibt ab 2015 nebst den Limmattaler Gemeinden - alle aus dem Bezirk ausser Uitikon - nur noch Dänikon, die sich als einzige Furttaler Gemeinde gegen den Austritt entschieden hat, im Spitalverband. Auch in Dänikon zog man letztes Jahr in Betracht, dem Spital den Rücken zu kehren: Der Gemeinderat empfahl jedoch die Initiative, die den Austritt forderte, zur Ablehnung - und die Gemeindeversammlung folgte der Exekutive im Juni 2013 mit knapper Mehrheit.

Dass die meisten der Furttaler Gemeinden jedoch nicht mehr länger im Spitalverband bleiben wollen, hat historische Gründe: Während das Limmattal seit der Einweihung 1970 eng verbunden ist mit seinem Spital, wurde das Furttal nach der Schliessung des Spitals Dielsdorf von der Zürcher Gesundheitsdirektion dazu verknurrt, sich 2003 dem «Limmi» anzuschliessen. Darum, und auch aufgrund der geografischen Distanz, haben die Furttaler Gemeinden nie eine enge Bindung zum Spital Limmattal aufgebaut.

Das erklärt auch, wieso die meisten davon die Gelegenheit ergriffen haben, dem Spitalverband Limmattal den Rücken zu kehren, seit dies im Rahmen des 2012 eingeführten neuen Spitalplanungs- und -finanzierungsgesetzes möglich ist. Dieses schreibt den Gemeinden nicht mehr vor, einem Spitalverband anzugehören.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1