Limmattal
Auch die Erdbeeren sind früh dran

Hohe Temperaturen sorgen für einen rekordverdächtigen Saisonbeginn bei den Erdbeerbauern. Zwei respektive gar drei Wochen früher als in den vergangenen zwei Jahren hat Guido Weber aus Spreitenbach sein Erdbeerfeld geöffnet.

Fabian Korn
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Auf dem Erdbeerenfeld zwischen Dietikon und Spreitenbach dauert die Saison etwa dreieinhalb Wochen. kor

Auf dem Erdbeerenfeld zwischen Dietikon und Spreitenbach dauert die Saison etwa dreieinhalb Wochen. kor

Limmattaler Zeitung

Sind einige Erdbeeren noch klein und grün, warten bereits viele der knallroten Früchte darauf, gepflückt zu werden. Die hohen Temperaturen im vergangenen Monat seien der Grund für das schnelle Wachstum gewesen, sagt Weber. Trockenheit würde den Früchten allerdings nicht gut tun, jedoch lohne es sich bei Erdbeeren finanziell, gut zu wässern. «Ansonsten wären sie sehr klein geblieben und bereits vor einer Woche notreif gewesen», erklärt er. Natürlicher Regen wäre jedoch, so Weber, für das Wachstum der Erdbeeren noch besser gewesen.

Konnte Weber sein Feld, das an der Fondlistrasse zwischen Dietikon und Spreitenbach liegt, in den vergangenen zwei Jahren erst am 23., respektive 31. Mai öffnen, war es dieses Jahr bereits am 11. Mai so weit. Der verfrühte Saisonstart in Spreitenbach ist kein Einzelfall: Auch in anderen Teilen der Schweiz hat die Erdbeersaison früher begonnen als in anderen Jahren.

Sehr gute Qualität

Die Qualität seiner Erdbeeren bezeichnet Weber als sehr gut – fügt jedoch an, dies sei immer subjektiv zu betrachten. Für sein Feld daure die Saison etwa dreieinhalb Wochen, dann seien alle Erdbeeren gepflückt. «An Weihnachten kann man dann wieder Erdbeeren aus Spanien essen», meint Weber scherzend.

Knapp 60 Prozent der importierten Erdbeeren kommen aus Spanien, wie der Walliser Früchte- und Gemüseverband in einer Mitteilung schreibt. Von den 19000 Tonnen, die Herr und Frau Schweizer jedes Jahr konsumieren, kommt knapp ein Drittel aus dem Inland, wie es weiter heisst.

Früher Start im ganzen Kanton

Auch David Szalatnay von der Fachstelle Obst am Strickhof bestätigt, dass die Zürcher Erdbeerernte «deutlich früher als in den letzten Jahren» begonnen habe. Ebenso sei die Qualität kantonsweit bisher sehr gut. «Die Trockenheit und die warmen Temperaturen haben auch dazu beigetragen, da die Erdbeeren wiederum bei zu viel Nässe oder Feuchtigkeit bald zu faulen beginnen würden», erklärt er. Jedoch sei es in diesem Jahr bislang so trocken gewesen, dass viele Produzenten ihre Erdbeerkulturen bewässern mussten, so Szalatnay.