Wer auf der Hinterseite des Dietiker Bahnhofs auf Schnäppchenjagd gehen will, der wird künftig enttäuscht. An einer Scheibe des Gebäudes, in dem einst das «Atelier 23» beheimatet war, klebt nun ein Zettel, auf dem zu lesen ist, dass es umgezogen sei. Die Brocki, in der Langzeitarbeitslose im Verkauf, der Warenaufbereitung, aber auch bei Hausräumungen Anstellung finden, ist neu im Silbernquartier an der Riedstrasse 9 zu finden.

Mit der Änderung des Standortes hat sich die Einrichtung auch umbenannt. Statt «Atelier 23» nennt sie sich, neu «Brocki Limmattal», wie Lynn Blattmann von der Betreiberin Dock-Gruppe sagt. «Die Namensänderung und der Umzug gingen Hand in Hand.»

Der Grund: Der Name «Atelier 23» hätte keinen Sinn mehr gemacht, da es sich bei der 23 um eine Hausnummer handelte, die man bei einer früheren Einrichtung gehabt habe. Zudem betreibe die Dock-Gruppe an der Riedstrasse 8 bereits einen Produktionsbetrieb. «Wir wollten unsere Standorte im Limmattal näher zusammenführen», sagt Blattmann.

Silbern ist wie eine Einkaufsmall

Neben der Synergienutzung gibt es eine Reihe anderer Gründe für den Umzug der Brocki. So verweist Blattmann etwa auf den desolaten Zustand des Gebäudes an der Bahnstrasse. «Die Renovierungsarbeiten, die wir hätten durchführen müssen, wären sehr umfassend gewesen», sagt sie. Ausserdem habe man sich beim Standort am Bahnhof eher in einem Wohnquartier befunden. Demgegenüber sei der neue Standort in ihren Augen ein Plus. «Im Sielbernquartier ist es wie in einer Einkaufsmall. Dort geht man einkaufen, man hat überhaupt nicht das Gefühl, dass man in der Peripherie gelandet ist», sagt sie. Die «Brocki Limmattal» befindet sich im zweiten Obergeschoss. Ein Hindernis? Blattmann winkt ab: «Hier gibt es viele Läden, die in einem Obergeschoss erfolgreich geschäften.»

Was nun mit dem alten Gebäude hinter den Gleisen des Bahnhofs geschieht, ist noch unklar. Die Brocki Limmattal wird das Haus bis auf weiteres als Lagerraum und Werkstatt nutzen. Was die Stadt als Eigentümerin der Liegenschaft langfristig damit machen will, ist noch nicht bekannt, sagt Blattmann.