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Asylunterkunft und Werkhof: Das müssen Sie zu den Vorlagen wissen

Der Stadtrat von Schlieren informierte im Stürmeierhuus über die Asylunterkunft und die Optimierung des Werkhofs. Die wichtigsten fünf Fragen und Antworten.

Florian Niedermann
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Hier an der Bernstrasse 72, unmittelbar neben dem Schlieremer Werkhof, soll die neue Asylunterkunft gebaut werden.

Hier an der Bernstrasse 72, unmittelbar neben dem Schlieremer Werkhof, soll die neue Asylunterkunft gebaut werden.

Florian Niedermann

1. Was geschieht, wenn an der Urne nicht beide Vorlagen angenommen werden?

Dann muss die Stadt über die Bücher. Werden beide Projekte abgelehnt, so muss der Stadtrat einen anderen Standort für eine Asylunterkunft suchen und der Werkhof ein neues Optimierungsprojekt ausarbeiten. Bei einem Ja zur Unterkunft und einem Nein zum Werkhof müsste erstere Vorlage dennoch anders geplant werden, weil die kleineren Werkhofgebäude auf dem Gelände nicht abgerissen würden. Im umgekehrten Fall könnte zwar die Optimierung am Werkhof vorgenommen werden, die Stadt müsste aber nach einem neuen Standort für die Unterkunft suchen.

2. Bald muss Schlieren gemäss eidgenössischem Verteilschlüssel 90 Asylbewerber aufnehmen. Wo werden diese untergebracht?

Das Aufnahmesoll an Asylsuchenden von 0,5 Prozent der Wohnbevölkerung erfüllt die Stadt nicht immer vollständig. Derzeit seien rund 76 Personen in Schlieren platziert, sagte Sozialvorstand Christian Meier: «Das ändert sich aber von Woche zu Woche.» 25 dieser Asylsuchenden finden in der bestehenden Unterkunft an der Wiesenstrasse Platz. Alle anderen sind in Wohnungen in der Stadt untergebracht. Bei einem Ja zur Vorlage würde Schlieren in der alten und der neuen Unterkunft zusammen über 73 Betten verfügen. Die restlichen Asylsuchenden werden weiterhin in Wohnungen platziert.

3. Warum plant man dann keine grössere Unterkunft?

Vor allem aus praktischen Gründen. Die Stadt prüfte zwar auch eine Unterkunft für 60 Personen. Dies würde laut Liegenschaftsvorsteherin Manuela Stiefel rund 940 000 Franken mehr kosten. Allerdings müsste dann auch die Umgebung der Unterkunft grosszügiger geplant werden, was am gewählten Standort nicht ginge. Und schliesslich sei die Asylorganisation AOZ der Ansicht, dass eine Unterkunft für 48 Personen betrieblich optimal sei, sagte Stiefel.

4. Wofür braucht der Werkhof die neue Lagerfläche?

In erster Linie werden im geplanten Erweiterungsbau laut Werkvorstand Stefano Kunz Rohre für die Gasversorgung sowie Maschinen untergebracht. «Derzeit müssen viele Arbeitsgeräte im Freien deponiert werden», sagte er. Generell sind mit dem Wachstum der Stadt auch der Arbeitsaufwand und das Team des Werkhofs gewachsen. Dies führt dazu, dass Arbeitsabläufe optimiert werden müssen. Auch dazu diene das Erweiterungsprojekt an der Bernstrasse, so Kund: «Wenn das Stimmvolk dieses ablehnt, kommen wir zwar schon irgendwie zurecht. Aber es macht keinen Sinn, auf dem Areal zu bauen und den Werkhof nicht auch anzugehen. In den nächsten Jahren müssen wir dort sowieso investieren.»

5. Wie lange dauert es nach einem Ja, bis die Projekte realisiert sind?

Falls beide Vorlagen an der Urne angenommen werden, will die Stadt bis im Herbst dieses Jahres die Asylunterkunft erstellen. Parallel dazu wird auch die Optimierung des Werkhofs angegangen. Die Erstellung des Erweiterungsbaus ist erst nach der Fertigstellung der Unterkunft geplant. «Natürlich aber möglichst zeitnah», sagt Kunz.