Schlieren
Arnet als jüngster Präsident in der Geschichte Schlierens gewählt

Der bisherige Vizepräsident Lucas Arnet (FDP) wurde als Nachfolger von Béatrice Miller (SP) in das Amt des höchsten Schlieremers gewählt. Mit seiner Wahl wurde der 30-Jährige gestern Abend zum jüngsten Parlamentspräsidenten in Schlierens Geschichte.

Florian Niedermann
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Peter Seifriz, Béatrice Miller, Lucas Arnet und Rolf Wegmüller (v.l.n.r.).

Peter Seifriz, Béatrice Miller, Lucas Arnet und Rolf Wegmüller (v.l.n.r.).

fni

«Es spricht nicht in erster Linie für mich, dass mich das Parlament gewählt hat», sagte Lucas Arnet (FDP), nachdem ihm 25 von 32 Stimmberechtigten ihre Stimme gegeben hatten. Vielmehr spreche es für das Parlament, dass es sein Vertrauen in einen «Fast-Politneuling» stecke. Er hoffe, dass dadurch auch andere junge Parlamentarier dazu motiviert würden, in solchen Positionen Verantwortung zu übernehmen, so Arnet.

Jüngster Parlamentspräsident in Schlierens Geschichte

Mit seiner Wahl wurde der 30-Jährige gestern Abend zum jüngsten Parlamentspräsidenten in Schlierens Geschichte. FDP-Parteipräsident Andreas Geistlich erklärte vor der Wahl, dass er sich freue, mit Arnet einen qualifizierten und mit allen Facetten Schlierens bestens vertrauten Kandidaten vorschlagen zu können. Besonders hob Geistlich hervor, dass Arnets Kenntnisse als juristischer Mitarbeiter einer Anwaltskanzlei für die politische Arbeit von grossem Nutzen seien.

In seiner Antrittsrede betonte Arnet, dass er dafür sorgen wolle, dass in den Debatten alle Parlamentarier ihre Voten einbringen könnten. «Es ist wichtig, dass man auch jene Meinungen anhört, die nicht der eigenen entsprechen», erklärte er.

Verkehr war wichtigstes Thema

Béatrice Miller (SP) zog in ihrer letzten Ansprache als Parlamentspräsidentin Bilanz über das vergangene Amtsjahr. «Der Verkehr war mit Abstand das wichtigste Thema während meiner Amtszeit», erklärte sie. Das dickste Dossier habe die Motion von Thomas Grädel (SVP) «kontra Limmattalbahn» ergeben. Die scheidende höchste Schlieremerin verwies auf ihr Versprechen aus der Antrittsrede, wonach sie in ihrer Funktion überparteilich und unparteiisch arbeiten wollte. Sie hoffe, dass die Parlamentarier sie als Präsidentin auch so wahrgenommen hätten, erklärte Béatrice Miller.

In Arnets bisheriges Amt des ersten Vizepräsidenten wurde erwartungsgemäss der bisherige zweite Vizepräsident Peter Seifriz (SVP) gewählt. 30 Parlamentarierinnen und Parlamentarier gaben ihm ihre Stimme. Als zweiten Vizepräsidenten schlug die CVP ihren Fraktionspräsidenten Rolf Wegmüller vor. Auch er wurde mit einer klaren Mehrheit von 28 Stimmen bestätigt.

Leuchtmann ersetzt Gartner

In der Geschäftsprüfungskommission (GPK) musste ein Ersatz für die abtretende Jolanda Lionello (SP) gewählt werden. Der Präsident der interfraktionellen Konferenz, Jürg Naumann (QV), schlug Rixhil Agusi-Aljili (SP) zur Wahl vor. Das Parlament nahm diesen Vorschlag an. Nach zwei Jahren als Präsidentin der GPK legte auch Doris Gantner von der FDP ihr Amt nieder. Ersetzen wird sie ab sofort Pascale Leuchtmann (SP).

Ein Amt im Parlamentspräsidium ist laut Geschäftsordnung nicht mit einem Mandat in der Rechnungsprüfungskommission (RPK) vereinbar. Deshalb musste Rolf Wegmüller in der RPK ersetzt werden. Naumann nominierte den SVP-Parlamentarier Boris Steffen, der durch das Parlament bestätigt wurde. Neuer Präsident der RPK wurde auf Vorschlag von Rolf Wegmüller Jürg Naumann, der die Kommission bereits während der letzten zwei Jahre präsidierte.