Uitikon
Architekturwettbewerb für neuen Waldeggplatz: Einfachheit setzt sich durch

Der Architekturwettbewerb für den neuen Waldeggplatz ist abgeschlossen. Das Siegerprojekt mit dem Namen «Bucato» besticht durch seine Einfachheit.

Alex Rudolf
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Siegerprojekt "Bucato"
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Durch Löcher an der Decke sollen Bäume hindurchwachsen und so als Schattenspender dienen.
Darüber hinaus sollen Sitzbänke, ein Brunnen und ein Pavillion für Aufenthaltsqualität sorgen.

Siegerprojekt "Bucato"

Zur Verfügung gestellt

Eine einfache Aufgabe war es nicht, der sich die fünf zum Wettbewerb zugelassenen Architekturteams stellten. Sie sollten Vorschläge bringen, wie sich das Stück Land mit dem unscheinbaren Namen «Baufeld C und D1» gestalten lässt, damit das neue Uitiker Quartier Leuen-Waldegg ein gebührendes Eingangstor erhält. Am Mittwochabend wurde nun das Siegerprojekt aus der Feder von Schaub Zwicky Architekten der Öffentlichkeit vorgestellt. Es trägt den Titel «Bucato», was im umgangssprachlichen Italienisch «gelocht» bedeutet.

Gelobt wird das Siegerprojekt, weil es mit wenigen baulichen Massnahmen die Ziele elegant und einfach umsetze, heisst es im Jurybericht. So soll durch eine Stützmauer eine ebene Parkierfläche im abfallenden Gelände ermöglicht werden. Überdeckt wird diese von einer auf Rundstützen erstellten Betonplatte. Speziell sind die fünf Löcher darin, welche den Durchblick hinunter auf das Parkierfeld ermöglichen. Durch diese werden dereinst hochstämmige Bäume wachsen, die dann den Aufenthaltsbereich auf dem neuen Waldeggplatz beschatten.

Schliessbarer Pavillon

Ebenfalls lässt die Gemeinde auf dem Platz ein mit aluminiumfarbenem Metall verkleideten Pavillon erstellen. Wird dieser nicht benutzt, soll er durch Schiebelemente vollständig geschlossen werden können. Zudem soll der neue Waldeggplatz mit einer Wasserbank und angepassten Landibänken versehen werden und so für eine grosse Aufenthaltsqualität gesorgt werden.

Parkhaus und Platz werden durch eine südwestlich angelegte Treppe verbunden. Das daran angrenzende Baufeld, es ist ebenfalls abfallend, soll bis zu dessen Bebauung als Schlittelhang dienen. Alles in allem handle es sich bei diesem Projekt um einen einfachen und gleichzeitig sehr poetischen Vorschlag, ein funktionales Parkhaus mit einem attraktiven Freiraum zu schaffen, heisst es im Bericht weiter.

Das siebenköpfige Preisgericht gibt den Bucato-Machern auch einige Hinweise, die bei der Weiterbearbeitung zu berücksichtigen seien. Diese beziehen sich hauptsächlich auf die Verkehrsführung und die Umgebung. Einen konkreten Zeitplan für die Umsetzung des Projekts gebe es noch nicht, sagt Many Malis, Leiter Bau und Planung der Gemeinde, auf Anfrage. «Doch wollen wir vorwärtsmachen.»

Bis zu 800 neue Uitiker

Für die Gemeinde stellt das Quartier Leuen-Waldegg einen Quantensprung dar. So wird Uitikon, ist dereinst jedes einzelne Projekt realisiert, um zwischen 700 und 800 Einwohner auf rund 5000 Einwohner anwachsen. Entlang der Leuengasse, die das Quartier erschliesst und derzeit gebaut wird, entstehen sieben kleinere und grössere Quartierplätze. Der Waldeggplatz ist der grösste davon und bildet das Eingangstor zum Quartier. Geplant ist, dass er dereinst von vier- bis siebengeschossigen Wohnbauten sowie einem Grossverteiler umrahmt wird.