Damit liegt sie deutlich über dem kantonalen und nationalen Durchschnitt von 3,5 Prozent. Ende Januar waren im Bezirk 2074 Menschen beim regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) arbeitslos gemeldet, wie der gestrigen Mitteilung des kantonalen Amts für Wirtschaft und Arbeit (AWA) zu entnehmen ist. Das sind 123 Personen mehr als im Dezember. Teilweise lässt sich das zwar mit saisonalen Effekten, die sich in den Wintermonaten vor allem in der Baubranche und im Gastgewerbe niederschlagen, erklären. Doch auch gegenüber demselben Monat des letzten Jahres verzeichnet der Bezirk einen hohen Anstieg der Arbeitslosigkeit: Im Vergleich zum Januar 2013 ist die aktuelle Quote um 6,6 Prozent gestiegen.

Mehr Arbeitslose im Bezirk gab es im Lauf der letzten Jahre nur noch in der Zeit rund um den Jahreswechsel 2009/2010. Im Februar 2010 erreichte die Arbeitslosigkeit mit 2343 Gemeldeten ihren Höchstwert. AWA-Sprecher Can Arikan vermutet dahinter Nachwehen der Wirtschaftskrise.

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Im gesamten Kanton waren Ende Januar 2014 rund 28 000 Menschen beim RAV gemeldet. Eine konjunkturbedingte Zunahme verzeichnet das AWA bei kaufmännischen und administrativen Berufen. Eine «auffällige» Entwicklung registriert das Amt zudem im Gross- und Detailhandel. Wider Erwarten ist die Arbeitslosigkeit dort vor allem in den Sparten Handel, Reparatur und Autogewerbe sowie bei den Finanz- und Versicherungsdienstleistungen angestiegen.

Im Zürcher Limmattal sind hingegen nach wie vor Geringqualifizierte besonders betroffen, wie der stellvertretende Leiter des RAV Dietikon, Walter Zimmermann, zu Protokoll gibt. Gründe dafür verortet er in einer Bevölkerungsstruktur, die für Arbeitslosigkeit «anfällig» sei, sowie in gestiegenen Berufsanforderungen, die auch im Niedriglohnsektor zu Buche schlagen.