Zürich
Arbeitslosenquote im Kanton: Bezirk Dietikon bildet das ewige Schlusslicht

Im Februar hat die Zahl der Arbeitslosen im Kanton Zürich um 171 Personen zugenommen. Während die Arbeitslosenquote kantonal bei 4.0 Prozent verharrt, verzeichnete der Bezirk Dietikon einen neuen Rekordwert von 6.0 Prozent.

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Im normalen Saisonverlauf würde die Arbeitslosenquote derzeit sinken, sie verharrt jedoch bei vier Prozent. (Symbolbild)

Im normalen Saisonverlauf würde die Arbeitslosenquote derzeit sinken, sie verharrt jedoch bei vier Prozent. (Symbolbild)

Keystone

Im Bezirk Dietikon sind somit 50 Arbeitslose mehr registriert als noch im Monat zuvor, nämlich 2546 Personen. Dies entspricht einem Prozentsatz von 6.0 Prozent, was rund 2.0 Prozent höher liegt als der kantonale Prozentsatz, welcher bei 4.0 Prozent verharrt.

Ende Monat waren bei den Arbeitsververmittlungszentren im Kanton Zürich 31'501 Personen arbeitslos gemeldet. Im normalen Saisonverlauf würde sie derzeit sinken.

Wegen konjunkturell bedingten Zunahmen in verschiedenen Wirtschaftszweigen zeige sich im Kanton Zürich noch keine Aufhellung am Arbeitsmarkt, schreibt das Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) in einer Mitteilung vom Dienstag.

Höhere Arbeitslosenzahlen gab es insbesondere im Detailhandel (+77), im Gastgewerbe (+77), in der Industrie (+55) und im Wirtschaftszweig Verkehr und Transport (+27). Die Entwicklung in diesen Bereichen steht laut AWA vermutlich unter anderem im Zusammenhang mit der Frankenstärke.

Mit Beginn der wärmeren Jahreszeit verzeichnet das Baugewerbe jeweils rückläufige Arbeitslosenzahlen. Laut AWA fiel in diesem Jahr der Rückgang im Februar (-74) etwas schwächer aus als erwartet. Leicht rückläufig war die Arbeitslosigkeit erneut bei den Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (-22).

Innert Jahresfrist sind die Arbeitslosenzahlen um 11 Prozent angestiegen. Prozentual am höchsten war der Anstieg seit Februar 2015 in der Industrie (+ 22 Prozent), insbesondere in der Maschinen- und Metallindustrie sowie im Bereich Elektrotechnik und Elektronik.

Merkliche Zuwächse seit der Aufhebung des Franken-Mindestkurses gab es auch im Detailhandel (+ 17 Prozent), in der Forschung und Entwicklung (+ 16 Prozent). Je um 15 Prozent nahmen die Arbeitslosenzahlen in den Bereichen Information und Kommunikation sowie Verkehr und Transport zu.

Im laufenden Jahr dürfte sich die Zürcher Wirtschaft laut AWA "auf einem sehr gemächlichen Pfad der Erholung" bewegen. Positive Impulse seien von der Baubranche sowie von zahlreichen Dienstleistungen zu erwarten, heisst es in der Mitteilung. Angespannt bleibe die Lage in der Industrie, im Gross- und Detailhandel und im Gastgewerbe.