Dietikon

Anwohner wehren sich gegen den geplanten Hauptsitz von Lyreco

Der Sitz der Lyreco an derRiedstrasse 4 in Dietikon

Der Sitz der Lyreco an derRiedstrasse 4 in Dietikon

Gegen den geplanten neuen Hauptsitz der des Zürcher Bürobedarfshändlers Lyreco formiert sich Widerstand. 40 Personen kämpfen mit einer Sammel-Einwendung gegen den neuen Hauptsitz des noch im Limmattal ansässigen Unternehmens.

Dietikon Der Zürcher Bürobedarfshändler Lyreco mit Sitz in Dietikon hat grosse Pläne: Er will das Limmattal verlassen und sein Betriebszentrum in Dintikon bei Lenzburg zum neuen Hauptsitz mit 300 Angestellten ausbauen (az vom 13. April). Doch jetzt formiert sich Widerstand.

Bereits seit 2002 betreibt Lyreco in Dintikon ein Betriebsgebäude, wo 7000 Papeterie-Artikel von den Herstellern angeliefert, neu verpackt und per Bahn und Lastwagen an Geschäftskunden verschickt werden. Rund 100 Angestellte arbeiten derzeit im Dintiker Industriegebiet. Bis ins Jahr 2015 soll nun neben dem heutigen Betriebszentrum auf der grünen Wiese für 40 bis 50 Millionen Franken ein neues Betriebs- und Verwaltungsgebäude entstehen.

Baugesuch in zwei Gemeinden

Dieses umfasst gemäss Planung unter anderem ein 110 Meter langes Hochregallager, ein fünfstöckiges Bürogebäude sowie ein Parkhaus mit 240 Plätzen. Gegen diese Expansionspläne kämpfen nun 40 Personen mit einer Sammel-Einwendung gegen das Baugesuch, wie der Dintiker Gemeindeschreiber Pirmin Kohler auf Anfrage der «az» erklärte.

Auf dem Tisch liegt zudem eine Einwendung einer Einzelperson. «Die Einwendungen stammen von Anwohnern aus dem angrenzenden Quartier, das auf Villmerger Gemeindegebiet liegt», sagte Pirmin Kohler. Die gleiche Sammel-Einwendung ist auch in Villmergen eingegangen, wie die Bauverwaltung der Unterfreiämter Gemeinde auf Anfrage bestätigt. Weil der Neubau des Lyreco-Hauptsitzes sowohl auf Dintiker als auch Villmerger Boden zu stehen kommen soll, braucht es in beiden Gemeinden je ein Baugesuch.

Warum die Anwohner gegen den Neubau kämpfen, ist nicht bekannt. Lyreco äusserte sich wegen des laufenden Verfahrens nicht zu den Einwendungen. Der Bürobedarfshändler kann nun zu den Einwendungen Stellung beziehen. Danach finden – falls nötig – Einspracheverhandlungen statt. Die Gemeinden Villmergen und Dintikon werden diese eventuell gemeinsam führen. (pi)

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1