Zurzeit treibt ein Mann sein Unwesen in der Schweiz, der sich mit einem hinterlistigen Trick Geld erbettelt. Auch in Spreitenbach fiel eine Familie Ende August auf den Betrüger herein. Gemäss "20 Minuten" wurden sie beim Einkaufen von einem sehr aufgelöst scheinenden Mann, welcher in Begleitung seines Sohnes war, auf Englisch angesprochen. Der etwa 40-Jährige gab an, in Zürich ausgeraubt worden zu sein und bat die Familie um Geld für die Heimreise. Dieses würde er sofort zurückzahlen, sobald er wieder zu Hause wäre.

Der Mann gab sich als irischer Toyota-Mitarbeiter aus. "Er trug ein Toyota-Shirt und gab mir seine Toyota-Visitenkarte", sagt ein Familienmitglied gegenüber "20 Minuten". Ausserdem erlaubte er der Familie, ein Foto seines Fahrausweises zu machen - sozusagen als Pfand. Die 200 Euro, welche sie ihm gutmütig ausliehen, sehen sie jedoch nie wieder. Als sie den Mann kontaktieren wollen, erfahren sie, dass die Nummern auf der Visitenkarte ungültig sind. 

Daraufhin kontaktiert der 19-jährige Sohn Toyota in Dublin. Dort stellte sich heraus: Die Familie ist nicht das erste Opfer, das übers Ohr gehauen wurde. Bereits fünf weitere Personen haben sich nach dem Mann erkundigt.

Auch Andrea Auer, Sprecherin von Toyota Schweiz, kennt gemäss "20 Minuten" keinen Mitarbeiter unter diesem Namen. Auch der irischen Botschaft in Bern seien eine "tiefe Anzahl solcher Fälle" bekannt. Die stellvertretende Leiterin der Botschaft Siobhan Kelly rät dazu, irischen Staatsbürgern in Geldnot zu empfehlen, die Botschaft zu kontaktieren.