FC Dietikon

Andy Egli macht Dietikern Lehrern Beine auf dem Platz

Andy Egli trainiert das Dietiker Lehrer-Team. Die Vorteile seiner Mannschaft gegenüber den FCZ-Legenden sieht er in der Physis.

Der ehemalige Nationalspieler bereitet seine Mannschaft auf ein Spiel gegen FCZ-Legenden vor.

Es wird gerannt, es wird gekämpft, es wird gegrätscht und ab und zu können die Lehrpersonen auf der Fussballspielwiese des Dietiker Schulhauses Luberzen auch ein Tor bejubeln. Fast 20 von ihnen haben sich an diesem Abend zu einem gemeinsamen Training eingefunden. Grund dafür ist ein spezieller Match, der am Montag über die Bühne geht. Dann empfangen die Dietiker Lehrerinnen und Lehrer auf dem Sportplatz Hätschen eine Auswahl von All-Stars des FC Zürich zu einem Freundschaftsspiel.

Schulpfleger Jürg Hässig hat schon vor zwei Jahren ein ähnliches Spiel organisiert und auch diesmal seine Beziehungen spielen lassen. Und so geben sich am nächsten Montag klingende Namen wie Georges Bregy oder Urs Schönenberger die Ehre. Als Trainer der All-Stars fungiert Ex-Nati-Spieler Kurt Grünig.

Um gegen eine solche Ansammlung von Legenden gewappnet zu sein, wurde für das zusammengewürfelte Team aus Dietikon Andy Egli als Coach verpflichtet. Vor den Augen des ehemaligen Nationalspielers sind dann auch alle bis in die Haarspitzen motiviert und mit vollem Einsatz bei der Sache. Jeder will sich vor dem Trainer profilieren.

Lehrer sind zuversichtlich

Egli seinerseits verfolgt das Training am Seitenrand, spricht sich ab und zu mit Assistenztrainer Dejan Petrovic ab, um dann wieder mit vollem Enthusiasmus aufzuspringen und einen gelungenen Seitenwechsel zu loben. «Fussball ist ein sehr selektiver Sport. Gute Spielerinnen und Spieler fallen schnell auf und werden dann in der Aufstellung die zentrale Achse in der Mannschaft bilden», sagt er. Egli kennt solche Projekte, hat schon mit den verschiedensten Gruppen derartige Spiele absolviert und ist sich somit auch der Schwierigkeiten dieser Aufgabe bewusst.

Das Training bereitet allen Mitwirkenden sichtlich Freude. So zeigt sich die Sek-C-Lehrerin Kara Stipicic begeistert, auch «wenn es schade ist, dass nur ein solches Training stattfindet». Sie hat im Trainingsspiel viele gute Szenen. Es ist ihr anzusehen, dass sie schon einmal im Fussballklub gespielt hat. «Das ist nun aber schon etliche Jahre her», sagt sie. Doch an Grümpelturnieren sei sie ab und zu anzutreffen und am Freitag würden sich jeweils ein paar Lehrer über den Mittag zusammenfinden, um gemeinsam zu kicken.

Stipicic zeigt sie sich auf die Frage nach dem Resultat am Montag denn auch selbstbewusst. «Ich denke, wir werden gewinnen. Wie Trainer Andy gesagt hat, werden die FCZ-Legenden zwar im Kopf stärker sein, dafür haben wir in der Physis unsere Vorteile». Captain Martin Villing, Schulleiter des Schulhauses Zentral, betont, dass der Spass im Vordergrund stehen soll und es vor allem darum gehe, auch die Dietiker Schulen in einem guten Licht leuchten zu lassen.

Viele helfende Hände

Die Unterstützung für den Anlass ist sehr gross, wie Jürg Hässig betont. «Die Stadt stellt uns den Platz gratis zur Verfügung, der FC Dietikon kümmert sich um die Platzzeichnung und die Guggenmusik Reppischfäger um die Festwirtschaft.» Hässig ist zufrieden mit dem grossen Engagement in der Stadt und erhofft sich ein genau so schönes Fussballfest wie vor zwei Jahren. Mit Schiedsrichter Imo Karabacak und seinen Assistenten ist auch für eine gute Spielleitung gesorgt. Den Anstoss wird Gemeinderatspräsident Martin Romer übernehmen. Neben dem klassischen Angebot in der Festwirtschaft wird es auch einen von Schülerinnen und Schülern organisierten Kuchenstand geben. Mit den Einkünften soll das Klassenlager mitfinanziert werden.

Bei der abschliessenden Trainingsbesprechung stellt Andy Egli die Mannschaft moralisch schon auf den nächsten Montag ein und verabschiedet sich dann von jedem persönlich mit einem Handschlag und sagt: «Ich bin ja gespannt, was der FCZ für Spieler aufbietet. Wenn nur Kaliber wie Georges Bregy auflaufen, dann müssten sie uns schon noch ein paar Spieler abgeben. Es dient niemandem, wenn der Niveauunterschied zu gross ist.»

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